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Optimierte Bewertung der Lebensmittelsicherheit

Eine EU-finanzierte Initiative befasste sich in einem gemeinschaftlichen und interdisziplinären Ansatz mit der Bewertung von Lebensmittelsicherheit und Risikofaktoren. Die Projektergebnisse ermöglichen eine genauere wissenschaftliche Analyse, um künftig Lebensmittelskandale zu vermeiden.
Optimierte Bewertung der Lebensmittelsicherheit
Um Aufschluss über Risiken, mögliche Kontaminanten und gesundheitliche Vorteile zu erlangen, müssen jedoch Bewertungsmethoden verbessert werden. Dies besteht vor allem in der Integration von Messdaten und der Anwendbarkeit der Ergebnisse für verschiedenste Interessengruppen.

Diesen Aufgaben widmete sich das Projekt BENERIS (Benefit-risk assessment for food: An iterative value-of-information approach). Das interdisziplinäre Konsortium vereint Disziplinen wie Epidemiologie, Toxikologie, Ernährungswissenschaft, Expositions- und Risikobewertung und entwickelt Methoden auf Basis integrierter epidemiologischer und toxikologischer Daten.

Um eine Methodologie zur Bewertung der Auswirkungen von Kontaminanten und Nährstoffen auf die Gesundheit entwickeln zu können, wurde in einem ersten Schritt Fisch und Gemüse in Kindernahrung untersucht. Dabei wurden auch veränderliche Parameter wie Alter und Geschlecht der Teilgruppen berücksichtigt.

Bei der Erhebung von Daten für Nutzen-Risiko-Bewertungen (BRA) wurde besonderer Wert auf anwendbare und übersichtliche Datenstrukturen in vorhandenen Datenbanken gelegt, was auch auf die im Rahmen des Projekts ermittelten Daten zutrifft. Die Datenbank von BENERIS war zudem Ausgangsbasis für die Online-Datenbank OPASNET, über die Daten zu BRA bei Lebensmitteln erfasst, strukturiert und abgerufen werden können.

In Zusammenarbeit mit ähnlich konzipierten Projekten wurden ein Stufenplanverfahren für Nutzen-Risiko-Bewertungen sowie Bewertungsstrategien für die OPASNET-Datenbank entwickelt. Weiterhin wurden die Methoden und Werkzeuge von BENERIS anderen Projekten zur Verfügung gestellt, deren Partner zum Teil neue Funktionalitäten für die Webseite entwickelten und damit die Ressourcen des Projekts stärkten.

Da nun einfachere Möglichkeiten für aussagefähige Bewertungsstrategien zur Verfügung stehen, könnten die Projektergebnisse die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik stärken und Entscheidungshilfen für eine gesündere Ernährung geben, wodurch wiederum Lebensmittelskandale vermieden werden können.

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