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Förderung der Krankenversicherung in Afrika

Eine Vergleichsstudie in drei afrikanischen Ländern kann dabei helfen, das beste Krankenversicherungsmodell für die Gemeinschaften auf dem Kontinent zu ermitteln, das Gesundheitswesen zu verbessern und schließlich die Armut zu verringern.
Förderung der Krankenversicherung in Afrika
In Afrika, wo Krankheiten die unvorbereitete Bevölkerung treffen und ihr Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen kann, kann eine Krankenversicherung den Unterschied zwischen Leben und Tod darstellen. Das von der EU finanzierte Projekt "Shield" erforschte die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten im Gesundheitssystem dieser Länder.

Das Projekt betrachtete die Gesundheitssysteme in drei verschiedenen Teilen Afrikas, nämlich in Ghana, Südafrika und Tansania, und untersuchten die Belastungen und Vorteile sozioökonomischer Gruppen. Es ermittelte aktuelle und zukünftige Optionen, wie z. B. Vorauszahlungssysteme für die Finanzierung des Gesundheitswesens und betrachtete die damit verbundenen Maßnahmen.

Alle drei Länder besitzen sehr unterschiedliche Krankenversicherungssysteme und insbesondere alternative Krankenversicherungen. Beispiele für letztere sind die gemeindebasierten Krankenversicherungen (Mutual Health Organisations, MHO) in Ghana und die Vorauszahlungssysteme in Tansania, einschließlich des Community Health Fund (CHF) des Landes. Südafrika über kein gemeindebasiertes Vorauszahlungssystem, sondern über eine private freiwillige Versicherung für seine Arbeiter, was bedeutet, dass die drei Länder von den Erfahrungen der jeweils anderen lernen können.

Außerdem untersuchte das Projekt die Möglichkeiten der Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung, ein Konzept, das sich in jedem der drei Länder in einer anderen Phase befindet. Darüber hinaus betrachtete es die sehr hohen Eigenleistungen, den Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Gruppen und der Finanzierung des Gesundheitswesens, die Belastung des Steuersystems und den allgemeinen Krankenversicherungsbeiträgen.

Shield analysierte die Verteilung des prozentualen Anteils an den Krankenversicherungsleistungen und die Gesundheitsbedürfnisse in verschiedenen sozioökonomischen Gruppen und hob die Probleme außerhalb der Kontrolle des Gesundheitssektors an. Es stellte die Hindernisse für Krankenversicherungsleistungen heraus, von denen ärmere und ländliche Gemeinden betroffen sind, und zeigte länderspezifische Modelle für eine zukünftige Reform der Finanzierung des Gesundheitswesens in jedem Land auf. Wenn diese von der EU vorgelegten Szenarien untersucht und die Hindernisse überwunden werden, würde sich die Gesundheitsversorgung in den drei Ländern verbessern und den übrigen Ländern des Kontinents als interessantes Modell dienen.

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