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FP6

POLYTECT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 26789
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Italien

Drohende Katastrophen voraussehen

Stärkungsgewebe werden längst nicht mehr nur zur Verstärkung eingesetzt. EU-geförderte Wissenschaftler haben Sensoren in Gewebe eingearbeitet, das zum Schutz von Gebäuden und Boden vor Naturkatastrophen verwendet wird, um eine vorbeugende "Wartung" zu ermöglichen.
Drohende Katastrophen voraussehen
Die sogenannte textile Bewehrung setzt sich immer mehr durch. Mit ihr werden Gebäude vor Erdbeben, Boden und andere Strukturen vor starken Regenfällen sowie Straßen vor allen Arten von Belastungen und Naturkatastrophen geschützt.

Finanziert mit EU-Mitteln für das Projekt Polytect ("Polyfunctional technical textiles against natural hazards") konnte ein europäisches Konsortium Geotextilien wesentlich verbessern. Auf dem Fundament jüngster Fortschritte in der Materialforschung schuf das Polytect-Team wahrlich multifunktionale Textilien.

Die Wissenschaftler entwickelten neuartige Sensoren, Datenverarbeitungstechniken und Klebstoffe. Diese Technologien wurden in Polytect-Stoffe eingearbeitet, um Informationen zu Spannungen, Verformungen, Wasserständen und chemischen Umweltbelastungen zu liefern. Mit diesen Geotextilien ist auch eine Zustandsüberwachung (Structural Health Monitoring, SHM) möglich, um strukturelle Defekte erkennen und schneller und gezielter eingreifen zu können. Mit einer Reihe von Feldtests sowohl an Mauerwerk als auch an geotechnischen Strukturen wurden Funktionalität und Leistung getestet.

Eine Vermarktung der Polytect-Technologie wird es Bauingenieuren ermöglichen, bei einer potenziellen Bedrohung vorbeugende Wartungsmaßnahmen durchzuführen, anstatt einfach zu hoffen, dass die Strukturen Naturkatastrophen standhalten werden.

Obwohl Verstärkungstextilien nichts Neues mehr sind, erhalten sie dank des Polytect-Konsortiums ganze neue Aufgaben und Funktionen.

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