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FP6

CVDIMMUNE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 37227
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Schweden

Frühzeitige Diagnose von kardiovaskulären Erkrankungen

Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt entwickelte ein Test-Kit für den Nachweis von Antikörpern im Zusammenhang mit Atherosklerose und kardiovaskulären Krankheiten (CVD). Dies ermöglicht nicht nur die Identifizierung von Risikofaktoren für CVD, sondern ebnet auch den Weg für geeignete Therapien im Frühstadium der Erkrankung.
Frühzeitige Diagnose von kardiovaskulären Erkrankungen
Die entzündliche Erkrankung Atherosklerose ist eine der Hauptursachen für CVD, in die das Immunsystem maßgeblich involviert ist. Das EU-finanzierte Projekt CVDIMMUNE (Immunomodulation and autoimmunity in cardiovascular disease and atherosclerosis) zielte auf normalerweise pathogene Autoantikörper ab, die patienteneigene Proteine angreifen.

Stehen geeignete Nachweisverfahren für Antikörper zur Verfügung, könnte deren Produktion gestoppt und ein entsprechender Schutz generiert werden. Darüber hinaus könnten einige dieser immunschädigenden Faktoren als Risikomarker für CVD dienen.

CVDIMMUNE befasste sich mit zwei der wichtigsten Autoantikörper – Anti-PC (Phosphorylcholin-Antikörper und Anti-PAF (PAF: Plättchen-aktivierender Faktor). Anti-PC ist ein protektiver Faktor gegen Atherosklerose und CVD. Er lässt sich als diagnostischer Marker einsetzen. Anti-PAF ist ein Risikomarker für Arterien- und Venenthrombosen. Nachdem die neuen Risikomarker in mehreren unabhängigen, großen Patientengruppen getestet wurden, wurden auf dieser Basis zuverlässige Diagnostik-Kits entwickelt.

Auf Basis enzymgekoppelter Immunoassays (ELISA) wurde der Anti-PC-Nachweis-Kit entwickelt. Damit kann nachgewiesen werden, dass niedrige Konzentrationen von Anti-PC das Risiko für CVD erhöhen. CVDIMMUNE lieferte anhand eindeutiger Daten aus In-vitro- und In-vivo-Studien den Nachweis, dass Anti-PC-Antikörper einer Atherosklerose entgegenwirken.

Jedes Jahr sind CVD mit insgesamt 4,3 Mio. für mehr als die Hälfte aller Todesfälle in Europa verantwortlich. Betrachtet man diese Zahlen zusammen mit der Krankheitslast, wird deutlich, wie hoch der Leidensdruck und die ökonomische Belastung für die Gesundheitssysteme ist. Ein kostengünstiger, unkomplizierter Diagnose-Kit, der auch Aufschluss über das Erkrankungsrisiko gibt, ist eine gute Ergänzung für lipidsenkende Medikamente. Die Marker lassen sich mit klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen kombinieren.

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