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FP6

ALGADEC — Ergebnis in Kürze

Project ID: 508435
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Deutschland

Kostengünstige schnelle Erkennung toxischer Algen

Toxische Algen haben negative Auswirkungen auf die Küstenwirtschaft, Umwelt und öffentliche Gesundheit. EU-finanzierte Forscher entwickelten ein kostengünstiges, tragbares Gerät zur Erkennung der toxischen Alge, das für Fischzüchter, überwachende Behörden und Touristenorganisationen gleichermaßen von Nutzen sein sollte.
Kostengünstige schnelle Erkennung toxischer Algen
Toxinbildende Algen in Küstengewässern bringen ernste physische Auswirkungen auf Fische, Schalentiere und deren Lebensräume sowie Hautbeeinträchtigungen bei Schwimmern und Lebensmittelvergiftungen nach dem Verzehr von betroffenem Fisch mit sich.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die öffentliche Gesundheit dieser schädlichen Algenblüten nehmen aufgrund verstärkten Wildwuchses, der auf menschliches Handeln zurückzuführen ist, zu. Darüber hinaus sind nur sehr kleine Mengen notwendig, um toxische Wirkungen hervorzurufen.

Aktuelle Erkennungsmethoden sind problematisch, da sie molekulare Techniken zur Unterscheidung toxischer und nichttoxischer Stämme, die oft eine gleiche Struktur aufweisen, nicht kosteneffektiv und zeiteffizient verwenden.

Forscher, die am Projekt "Development of an rRNA-biosensor for the detection of toxic algae" (ALGADEC) arbeiteten, erstellten ein tragbares Gerät, das molekulare und elektrochemische Methoden zur In-situ-Analyse der Konzentration der toxischen Alge kombiniert.

Das Gerät stützt sich auf einen elektrochemischen rRNA-Sensor (ribosomale Ribonukleinsäure), der einen elektrischen Impuls proportional zur Menge der für die toxische Alge spezifischen rRNA aussendet.

Daher ist das tragbare Gerät kosteneffektiv, liefert sofort Ergebnisse und ist für Fischzüchter, die Wasserqualität überwachende Behörden und Touristenverwaltungen usw. leicht zu verwenden.

Von der Vermarktung des ALGADEC-Geräts erhofft man sich bedeutende Auswirkungen auf die europäische Meeresfrüchteindustrie, den Tourismus und die öffentliche Gesundheit. Des Weiteren könnte die Verwendung der Erkennungsmethode bei anderen Krankheitserregern weitreichende Auswirkungen auf zahlreiche weitere Wirtschaftszweige haben.

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