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FP6

DIS-QOL — Ergebnis in Kürze

Project ID: 513723
Gefördert unter: FP6-POLICIES

Analyse der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen

Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen eine optimale Betreuung und gute Lebensqualität zu bieten, steht weit oben auf der europäischen Forschungsagenda. Ein europäisches Großprojekt untersucht die derzeitige Situation dieser Bevölkerungsgruppe.
Analyse der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen
Das EU-finanzierte Projekt DIS-QOL (Quality of care and quality of life for people with intellectual and physical disabilities) analysiert die Qualität der Betreuung behinderter Menschen. Schwerpunkt waren neben sozialpolitischen Entwicklungen und typischen Betreuungspraktiken auch die individuellen Erfahrungen Behinderter mit diesen Rahmenwerken.

Die Partner von DIS-QOL untersuchten in EU- und Partnerländern Handlungsspielräume bei der Betreuung und Pflege körperlich und geistig behinderter Menschen. Die Frage war, inwieweit die jeweiligen Maßnahmen soziale Integration, integriertes Wohnen und die eigene Mitwirkung der betreuten Personen fördern können. Analysiert wurde die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Behinderungen und Menschen mit Behinderungen, da dieser Faktor die Versorgung und das soziale Gerechtigkeitsempfinden der Betreuten beeinflusst. Betrachtet wurde auch, in welchem Maße sich die einzelnen Leistungsmodelle und pflegerischen Praktiken auf die Lebensqualität behinderter Menschen auswirken.

In dem Zusammenhang wurden drei kulturübergreifende Indikatoren erstellt und in den 18 Partnerzentren getestet. Jeder Indikator umfasste jeweils Versionen für körperliche (disability, D) und geistige Behinderung (intellectual disability, ID). QOCS-D und QOCS-ID-Indikatoren stehen für Qualität der Pflege und Betreuung. WHOQOL-DIS ist ein Indikator für die Lebensqualität behinderter Menschen, basierend auf dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO erstellten WHOQOL-BREF (quality of life measure). Für QOCS-ID und WHOQOL-DIS sind Proxy-Versionen verfügbar, wenn sich Betroffene aufgrund geistiger Behinderung nicht selbst äußern können.

Der dritte Indikator ist die Haltung bzw. Einstellung der Gesellschaft gegenüber Behinderungen und Menschen mit Behinderungen, mit parallelen Versionen für Behinderungen im Allgemeinen und für Menschen mit Behinderungen.

Weitere Projektaktivitäten verglichen Pflegequalität, Lebensqualität und Einstellung gegenüber Behinderungen über geographische Regionen und Kulturen hinweg. Untersucht wurden auch soziodemografische Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Grad der Behinderung.

Die neuen Erkenntnisse von DIS-QOL können dazu beitragen, die Lebensqualität in Europa und weltweit zu verbessern und sozialpolitische Maßnahmen und Praktiken in diesem wichtigen Bereich effizienter zu machen.

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