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Die Frischwarenproduktion effektiver managen

Im Rahmen einer aktuellen Initiative wurden Schritte unternommen, um angesichts des erwarteten Klimawandels die Nahrungsmittelsicherheit in Europa zu verbessern.
Die Frischwarenproduktion effektiver managen
Im Hinblick auf die Urbanisierung und den Klimawandel ist die Nahrungsmittelsicherheit heutzutage eine der größten Herausforderungen, denen Länder gegenüberstehen. Vor allem die Wertschöpfungskette bei der Frischwarenproduktion ist äußerst anfällig für Schädlingsbefall, Krankheiten und schlechte Managementpraktiken.

Das von der EU geförderte Projekt VEG-I-TRADE zielte darauf ab, festzustellen, wie sich der Klimawandel und die Globalisierung auf Faktoren der Nahrungsmittelsicherheit, wie z.B. mikrobielle und chemische Gefahren, auswirken. Ziel des Projekts war es zudem, Reaktionsmechanismen zu entwickeln, um Risiken zu beseitigen oder zu minimieren.

Um die Ziele zu erreichen, integrierten die Forscher verschiedene Instrumente wie z.B. Feldstudien, Modellierungen und Risikobewertungen. Es wurde eine umfassende Analyse zu den Handels- und Produktionsvolumen innerhalb und außerhalb der EU abgeschlossen.

Diese Analyse berücksichtigte das aktuelle Umsetzungsniveau von bewährten Verfahren und Managementsystemen, die auf die Gewährleistung der Nahrungsmittelsicherheit bei der Frischwarenproduktion ausgerichtet sind. Die Resultate ermöglichten eine Bestimmung und Auswahl von Fallstudien in verschiedenen Ländern.

Ferner wurden geeignete Verfahren vor und nach Einholung der Ernte, Bewässerungsaktivitäten bei Wasserknappheit und angemessene Wasserbehandlungstechniken ermittelt. Zusätzlich hierzu entwickelte das Team Modelle für mikrobielles Wachstum sowie Verpackungsbedingungen, um den Transport und die Lagerung von Frischwaren zu optimieren.

Im Rahmen des VEG-I-TRADE-Projekts wurden zudem drei Selbstbewertungsinstrumente weiterentwickelt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ein besseres Verständnis der eigenen Wertschöpfungskette im Hinblick auf die Nahrungsmittelsicherheit zu erlangen und um potenzielle Anfälligkeitsbereiche im Hinblick auf den Klimawandel zu bestimmen.

Die Erstellung eines mikrobiellen Proben- und Analysewerkzeugs konnte ebenfalls im Zuge des Projekts erreicht werden. Bei Verwendung dieses Werkzeugs in verschiedenen Phasen des Erntezyklus ist es möglich, ein mikrobielles Profil für einen bestimmten Produktionsprozess zu erstellen.

VEG-I-TRADE soll zur Einrichtung präventiver Maßnahmen und Überprüfungen beitragen, um sicherzustellen, dass sich globale Veränderungen nicht negativ auf die Frischwarenproduktion auswirken. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse des Projekts von höchster Bedeutung für die Gesundheit des Menschen.

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Schlüsselwörter

Frischwarenproduktion, Lebensmittelsicherheit, Klimawandel, Nahrungsmittelsicherheit
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