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FP7

AUGUR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 244565
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Frankreich

Herausforderungen an die EU vor 2030

Die Zukunft der Ökonomie der EU stützt sich auf die Auswirkungen von EU-Politik und die Ergebnisse weltweiter Wirtschaftsbeziehungen. Forscher präsentierten nun europäische und internationale Szenarien für Governance, um die Probleme zu bestimmen, welche die Zukunft Europas in den kommenden Jahrzehnten formen werden.
Herausforderungen an die EU vor 2030
Im Lauf der nächsten zwei Jahrzehnte werden die EU und weitere große Volkswirtschaften kooperieren müssen, um das globale Wirtschaftswachstum sicherzustellen, wobei Beschäftigung und Einkommen zwischen den Ländern auszubalancieren sind.

Das mit EU-Finanzmitteln versehene Projekt "Challenges for Europe in the world of 2030" (AUGUR) konzentrierte sich im Wesentlichen darauf, auf welche Weise vier verschiedene internationale Lenkungskontexte Europa im Jahr 2030 beeinflussen könnten. Die Projektaktivitäten deckten politische, wirtschaftliche, soziale, ökologische und technologische Bereiche ab und verwendeten ein Makro-Modell der Weltregionen, um die Szenarien abzustimmen.

Das erste Szenario sah ökonomische Stagnation voraus, welche die Kapazität der technologischen Forschung und Entwicklung (FuE) behindert, reduzierte EU-Programme nach sich zieht, globale Talent abschreckt, die Humankapitalflucht fördert und das globale Outsourcing verstärkt. Die zweite prognostizierte negative Auswirkungen der amerikanischen und chinesischen Interventionspolitik auf die EU und ihre Beziehungen zu den Nachbarländern. Die Rolle Europas als globaler Akteur würde erheblich geschmälert werden. Beide Mächte werden die etablierten Stärken ihrer Industrien herausfordern. FuE- und Bildunügsprogramme würden scheitern, was zum Verlust von Größen- und Verbundvorteilen führen kann.

Dem dritten Szenario gemäß ist Europa ein Gebiet solider regionaler Integration. Es betreibt regionalistischen Handel und Produktionsintegration und engagiert sich in konzentrierter FuE-Zusammenarbeit sowie neuartigen und effizienten Programmen. Es erzielt Einfluss auf die internationale Politikgestaltung und Regulierungsstrukturen und gewinnt Relevanz in Energieversorgung und Sicherheit.

Das letzte Szenario sieht ein föderales europäisches System in einer kooperativeren Welt vor. Globale Governance-Strukturen werden reformiert und es wird ein Konsens zur Punkten auf der Agenda erreicht werden, um sich den großen globalen Herausforderungen zu stellen und in erster Linie der Umweltfrage. Europa wird mit der Lösung politischer Wirtschaftsfragen auf allen Ebenen beauftragt und wird zu einer Hochburg der globalen Verhandlungsszenerie. Man kam zu der Erkenntnis, dass die letztgenannten beiden Szenarien erhebliche Verbesserungen der ökonomischen Leistungsfähigkeit nach sich zogen.

AUGUR rechnete hoch, was im Jahr 2030 erreicht sein könnte, wenn die Länder zusammenarbeiten, um die globalen Herausforderungen anzugehen. Nun müssen nationale, regionale und globale Regierungen neue Bedingungen der Zusammenarbeit festlegen und erkennen, wie derartige Bündnisse das Produktivitätswachstum und die Beschäftigung sowie damit verbundene langfristigen ökonomische und gesellschaftliche Fragen beeinflussen.

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Schlüsselwörter

EU-Politik , Wachstum der Weltwirtschaft, Makromodellierung, Umweltprobleme, Governancekontext, wirtschaftliche Stagnation, Eurokrise, Finanzreformen, Wohlergehen, Beschäftigung
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