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Die umweltökonomischen Gesamtrechnungsprinzipien verbessern

Forscher in Europa arbeiten daran, die verbleibenden Lücken hinsichtlich einer internationalen Norm für die umweltökonomische Gesamtrechnung zu schließen. Im Rahmen einer EU-Initiative wurden die Gesamtrechnungen für die Umwelt harmonisiert, um eine fundiertere Entscheidungsfindung und Politik zu ermöglichen.
Die umweltökonomischen Gesamtrechnungsprinzipien verbessern
Unter dem Schirm der Vereinten Nationen (UN) wurde international einer umweltökonomischen Gesamtrechnung (Environmental-Economic Accounting, SEEA) zugestimmt. Dieses Schema liefert die Leitlinien für die Anfertigung von Statistiken über die Umwelt und deren Verknüpfung mit der Wirtschaft.

Jedoch stellten die praktischen Einzelheiten, die zur Zusammentragung wirtschaftlicher Aufzeichnungen zu den Umweltgütern eines Landes und den Kosten für deren Abbau erforderlich sind, eine große Herausforderung dar. Das von der EU finanzierte Projekt CREEA (Compiling and refining environmental and economic accounts (CREEA)) wurde eingerichtet, um diese Schwierigkeiten zu überwinden. Das Hauptziel von CREEA ist eine Weiterentwicklung der Prinzipien zur umweltökonomischen Gesamtrechnung.

Hierzu wurde über das CREEA-Projekt ein Rahmen für die Zusammenstellung von ökonomischen Gesamtrechnungen definiert. Daraufhin wurden basierend auf den vieren im Zuge des Projekts als Prioritätsbereiche ausgewählten Umweltgebieten die für die Integrierung in SEEA 2012 vorgeschlagenen Bilanzierungsansätze verbessert, getestet und implementiert: Wasser, Abfall, Forstwirtschaft und Klimawandel. Die Arbeit umfasste die Ausarbeitung, Verfeinerung und das Testen von Bilanzierungsstandards für Wasser gemäß SEEA 2012, eine Harmonisierung der Terminologie, eine Klassifizierung von Abfällen und Abfallprodukten, eine Modifikation der empfohlenen SEEA-2012-Methodologie für Wälder und die Entwicklung zuverlässiger Energie- und Emissionsbilanzen.

Aufbauend auf der Arbeit vorangegangener Projekte wurde im Zuge des CREAA-Projekts eine harmonisierte Datenbank für die umweltökonomische Gesamtrechnung entwickelt. Alle zu den vier Umweltgebieten gesammelten Informationen wurden in die Datenbank eingespeist. Diese integrierten Datensätze decken 43 Länder, 200 Produktgruppen und 160 Wirtschaftssektoren zu den jeweiligen Ländern ab.

Es wurden drei Fallstudien durchgeführt, um die Bedeutung einer integrierten umweltökonomischen Gesamtrechnung für die Politik in den vier Prioritätsbereichen zu demonstrieren.

Schließlich wurde ein Booklet produziert, das Informationsblätter zu den 43 Ländern umfasst, welche die in die Datenbank integrierten Kohlenstoff-, Wasserverbrauchs-, Flächenverbrauchs- und Werkstofffußabdrücke erfassen.

Das CREEA-Projekt schuf einen kohärenten Rahmen für die Organisierung von Daten zu Ökonomie und Umwelt. Diese harmonisierten Datensätze werden sich für die Gestaltung der Umweltpolitik auf europäischer und globaler Ebene als außerordentlich wertvoll erweisen.

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Schlüsselwörter

Umweltökonomische Gesamtrechnung, umweltökonomisches Gesamtrechnungssystem, Umweltdaten, Umweltpolitik
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