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Energieeffiziente Heizungen für Wohngebäude

Ein neues Modularsystem, basierend auf einer Kombination verschiedener energieeffizienter Technologien, könnte das Wärmverfahren und den Warmwasserverbrauch in Wohngebäuden revolutionieren.
Energieeffiziente Heizungen für Wohngebäude
Regenerative Energiesysteme (RES) könnten der Schlüssel zu den Energie- und Emissionszielen Europas sein. Angesichts der steigenden Energiepreise haben Forscher eifrig daran gearbeitet, RES effizienter zu gestalten. Das EU-finanzierte Projekt SMARTHEAT stellte sich der Herausforderung.

Allgemein zahlt sich die Installation von RES in Wohngebäuden erst in 20 oder mehr Jahren aus. Dies überzeugt Hauseigentümer natürlich nicht davon, in diese Technologie zu investieren. Das Projekt wollte dieses Hindernis überwinden, indem es mehrere Systeme über ein gemeinsames, intelligentes Steuerungssystem verband. Um Platz- und Installationskosteneinsparungen zu erzielen, nahm sich das Projekt auch die Anwendung effizienterer Speicherheizungstechniken auf Grundlage von modularen Phasenwechselmaterialspeichern vor.

Das SMARTHEAT-Team entwickelte ein mathematisches Simulationsmodell und ein neues Speichermodell, sowie ein Warmwassersystem, das eine "Plug & Flow"-Verbindung zwischen RES ermöglicht. Die Mitglieder entwickelten eine modulare thermische Prototypspeicherlösung mit Phasenwechselmaterialverbindungen, die sich zur kurz- und mittelfristigen Speicherung thermischer Energie mit einem Steuerungssystem eignet, das die Wärmequellen und die Energiespeicherung optimal kombiniert.

Die Projektarbeit umfasste auch die Überarbeitung von Temperatursensoren, den Entwurf von Richtlinien zur physikalischen Schnittstellenverbindung der verschiedenen Komponenten und die Installation einer hydraulischen Steuerung. Alles in allem entwickelte das Projektteam standardisierte Verfahren zur Installation, Einbindung und zum Betrieb der SMARTHEAT-Plattform.

Zu den erwarteten Vorteilen des Projekts zählen eine maßgebliche Kostenreduktion bei der Installation und Einbindung von RES in europäischen Haushalten sowie geringere Energiekosten. Die neue Plattform wird auch dabei helfen, den Energieverbrauch zur Wassererwärmung in Wohnräumen und damit die Treibhausgasemissionen zu senken. Umfassende Informationen zu dieser ehrgeizigen Initiative stehen unter SMARTHEAT zur Verfügung.

Wird diese Technologie wirksam genutzt, werden ihre Anwendungschancen gesteigert, die Abhängigkeit von staatlichen Subventionen für umweltfreundliche Technologien abgebaut und ein umweltfreundlicheres Klima in Haushalten geschaffen. Eine derartige, modulare Plattform, die mit den vorhandenen Heiz- und Warmwasserinfrastrukturen in europäischen Wohngebäuden kompatibel sind, wird sich auch für neue Gebäude eignen. Wenn diese Lösung sowohl in alten als auch neuen Wohngebäuden akzeptiert wird, könnten europäische Haushalte endlich deutlich energieeffizienter werden.

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