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Ein Flugzeugsensor gegen atmosphärische Gefahren

Forscher haben einen Flugzeugsensor zur Echtzeiterkennung der bislang wenig bekannten atmosphärischen Gefahren Windscherung und Wirbelschleppen entwickelt. Das innovative System soll die Sicherheit von Passagieren und Flugpersonal verbessern und die Effizienz von Flughäfen steigern.
Ein Flugzeugsensor gegen atmosphärische Gefahren
Zwei große Gefahren für Flugzeuge sind Wirbelschleppen – starke Turbulenzen, die einem Flugzeug in der Luft folgen – und Windscherung – schnelle horizontale oder vertikale Veränderungen der Windgeschwindigkeit. Beide sind Hauptursachen für Unfälle, insbesondere in kritischen Phasen, wie beim Abheben und Landen. Jedoch sind diese Gefahren bisher wenig erforscht und die Sicherheitsmaßnahmen bestehen meist aus einem obligatorischen Abstand zwischen den Flugzeugen, was die Effizienz von Flughäfen erheblich beeinträchtigt.

Nun bringt das EU-finanzierte Projekt "Demonstration of LIDAR based wake vortex detection system incorporating an atmospheric hazard map" (GREEN-WAKE) innovative Technologien für die Echtzeiterkennung dieser atmosphärischen Gefahren sowie ein neues Konzept zur dreidimensionalen Visualisierung für Raumfahrtanwendungen hervor.

Im Rahmen des Projekts arbeiteten Forscher aus Industrie und Wissenschaft verschiedener europäischer Länder vier Jahre lang zusammen. Sie entwickelten einen Bordsensor für Flugzeuge auf Basis eines Lichtradarsystems zur Fernerkennung mit reflektierten Laserstrahlen und zwei ultraleichten Spiegeln.

Das Team von GREEN-WAKE entwickelte außerdem ein innovatives System zur 3D-Visualisierung atmosphärischer Gefahren und führte umfangreiche Tests in Windkanälen durch, um das System unter realen Bedingungen zu optimieren.

Den Projektbeteiligten gelang erstmals die Echtzeiterkennung von atmosphärischen Gefahren auf kurze Distanz. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, die Sicherheit des Luftverkehrs sowie die Effizienz von Flughäfen zu verbessern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die entwickelte Technologie für andere Luft- und Raumfahrtanwendungen nutzbar zu machen.

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