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FP7

PAIN_TRPV2 — Ergebnis in Kürze

Project ID: 237120
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Spanien

Zielgerichtete Schmerztherapie

Schmerz wird hauptsächlich über Proteinrezeptoren auf Zelloberflächen vermittelt. Die EU und die USA haben zusammengearbeitet, um die Struktur eines Schmerzrezeptors für eine zielgerichtete Schmerztherapie ausführlich zu untersuchen.
Zielgerichtete Schmerztherapie
Zellen sind wie kleine Wasserballons, die eine Membran aus einer Phospholipiddoppelschicht haben, die die intrazelluläre von der extrazellulären Flüssigkeit trennt. Die Situation ist teilweise aufgrund von Proteinen dynamisch, die die Membran spannen und winzige Kanäle erzeugen, die sich in Reaktion auf bestimmte Stimuli öffnen oder schließen. Die ermöglicht Ionen, ihre eigenen Konzentrationsgradienten abwärts zu diffundieren, wodurch Signale produziert werden, die für biologische Funktionen wichtig sind.

Eine Gruppe derartiger Proteine ist die Familie der TRP-Kanäle (Transient Receptor Potential), deren Mitglieder wahrscheinlich eine Rolle bei der Schmerzwahrnehmung spielen. Von besonderem Interesse ist die dreidimensionale (3D) Struktur von TRPV2, einem Schmerzrezeptor (Nozizeptor). TRPV2 reagiert auf Druck, gefährliche Hitze und eine Substanz in Cannabis (Cannabidiol) und könnte ein wichtiger Weg für neue Behandlungen gegen akute und chronische Schmerzen sein.

Das EU-finanzierte Projekt "PAIN_TRPV2" ist ein Marie Curie International Outgoing Fellowship (IOF) zur Charakterisierung der TRPV2-Struktur unter Verwendung der intelligenten Technik der Einzelpartikel-Kryo-Elektronenmikroskopie. Der erfahrene, europäische Forscher Dr. Alex Perálvarez-Marín hat sich mit dem Labor von Dr. Montserrat Samsó in den USA zusammen getan. Dieser Schritt hat den Wissens- und Expertisetransfer zwischen dem Gastgeber in den USA und dem spanischen Gastgeber-Institut ermöglicht.

Dr. Perálvarez-Marín hat eine Schulung im multidisziplinären Feldern erhalten, einschließlich Neurowissenschaften, Strukturbiologie, computergestützte Methoden und Biotechnologie. Das Team hat zusammen wichtige Durchbrüche in der Expression und Reinigung eukaryotischer Membranproteinen für die nachfolgende strukturelle Charakterisierung auf allen Auflösungsebenen erreicht Derartige Tools sind für die wissensbasierte Entwicklung von Medikamenten für Krankheiten, die mit der Dysfunktion von Proteinrezeptoren, Kanälen und Transportern assoziiert sind, unerlässlich. Transporter bewegen Substanzen gegen ihre Konzentrationsgradienten aktiv in die Zelle oder aus ihr heraus.

Das Projekt hatte die Möglichkeit, wichtige Expertise in der Strukturbiologie zurück zu bringen, um das Programm am kürzlich eröffneten Centre d'Estudis en Biofísica in der Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie an der Universitat Autònoma de Barcelona zu stärken.

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