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FP7

URBACHINA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 266941
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Frankreich
Bereich: Gesundheit

Die Zukunft chinesischer Städte

Ein EU-Team untersuchte die wahrscheinlichen Trends und Probleme, welche sich bis 2050 auf die chinesische Urbanisierung auswirken. Die Ergebnisse umfassten eine Diskussion über Veränderungen in den Bereichen Politik, lokale Ökonomie, Expansion, Infrastruktur sowie über die Planungsentwicklung.
Die Zukunft chinesischer Städte
Die Städte Chinas sind im Durchschnitt wesentlich größer als europäische Städte und es gibt derer weitaus mehr. China fungiert somit als Warnindikator für Europa in Bezug auf bevorstehende Urbanisierungsprobleme.

Im Zuge des EU-finanzierten Projekts URBACHINA (Sustainable urbanisation in China: Historical and comparative perspectives, mega-trends towards 2050) wurden insbesondere im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit die Urbanisierungstrends in China für die nächsten 40 Jahre untersucht. Das Team wandte Methoden aus verschiedenen Disziplinen an. Historische und vergleichende Betrachtungsweisen waren dabei behilflich, historische Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu erkennen und Ähnlichkeiten mit und Unterschiede zu europäischen Städten auszumachen. Das europäisch-chinesische Forschungsnetz des Projekts adressierte vier Urbanisierungsaspekte in China.

Anfangs analysierte das Team die institutionellen Grundlagen und politischen Maßnahmen für die Urbanisierung. Im Rahmen der Arbeit wurden zukünftige Urbanisierungsmuster, der Wandel im Verhältnis zwischen zentral und dezentral sowie der urbane Übergang in China in Richtung von Dienstleistungsindustrien untersucht.

Ein zweiter Forschungsbereich war Herausforderungen im Bereich der Gebietserweiterung chinesischer Städte gewidmet. Dieses Thema umfasste Änderungen im Landeigentumsrecht, die Vermarktung von Wohnraum sowie die Entwicklung chinesischer Städte. Das Team untersuchte die Migration vom Land in die Stadt einschließlich des „hukou“-Systems, welches diese Migrationen einschränkt.

Die Forscher untersuchten zudem die Trends im Bereich der chinesischen Infrastruktur und Dienstleistungen, die für die Urbanisierung verfügbar sind. Die Studie ging insbesondere auf die wahrscheinliche Zukunft der Infrastruktur im Hinblick auf Energie, Verkehr, Wasser und Gesundheit ein. Das Team prognostizierte die Auswirkungen damit verbundener Probleme auf die Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität.

Schließlich analysierten die Projektpartner die Entwicklung der Stadtplanung in China und das Konzept öffentlicher Räume. Das Team beleuchtete die lokale Governance in chinesischen Städten sowie das Entstehen einer Zivilgesellschaft. Die Studie berücksichtigte ebenfalls die Aufnahme von Dörfern in Städte.

In dem Abschlussbericht von URBACHINA wurde auf die Schwierigkeit hinsichtlich einer Beurteilung der Forschungsauswirkungen hingewiesen, da sich die Schlussfolgerungen des Projekts größtenteils mit denen vorhergehender Arbeit deckten. Das Projekt stärkte vielmehr die Forschungsbeziehungen zwischen der EU und China; von den hieraus hervorgehenden Empfehlungen können politische Entscheidungsträger auf beiden Seiten profitieren.

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Schlüsselwörter

Urbanisierung, China, URBACHINA, nachhaltig, Megatrends
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