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Lateinamerika und EU arbeiten an Umsetzung nachhaltiger Rindfleisch- und Sojabohnenketten

Ein EU-finanziertes Projekt definiert eine integrierte Strategie zur Reduzierung der negativen sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen von Produktketten im Sojabohnen- und Rindfleischbereich in Lateinamerika. Man fördert auf diesem Wege den sozialen Zusammenhalt, die ökonomische Entwicklung und verbessert den Zugang für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum lokalen und Exportmarkt (EU).
Lateinamerika und EU arbeiten an Umsetzung nachhaltiger Rindfleisch- und Sojabohnenketten
Trotz des Interesses der EU an der Entwicklung von Strategien zur Lösung der lateinamerikanischen Umweltprobleme, verläuft der Prozesse eher eingeschränkt. Zurückzuführen ist dieser Rückschlag auf den Mangel an technischen und die Verwaltung betreffenden Lösungen, an Unterstützung von Forschung sowie Aus- und Weiterbildung und Interesse der Politikgestalter.

Das SALSA-Projekt zielt auf die Entwicklung geeigneter Überwachungsinstrumente zur Einbeziehung ethischer, ökologischer und sozioökonomischer Auswirkungen in ein konsistentes Modell ab. Eine gründliche Bewertung der Bedürfnisse aller Interessengruppen und Verbraucher ergab bereits einige Schlüsselleistungen.

Zum Beispiel sind eine Datenbank zu Normen und Vorschriften in Bezug auf nachhaltige Rindfleisch- und Sojaproduktion und den diesbezüglichen Handel sowie ein analytisches Framework umgesetzt worden. Auch das Potenzial des SALSA-Ansatzes zur Steigerung der Sensibilisierung für die Komplexität der Nachhaltigkeit kristallisierte sich heraus. Einerseits ergaben sich beispielsweise bessere Umweltleistungen für Bio-Rindfleisch und Sojabohnenketten, andererseits bestehen starke Einschränkungen in Bezug auf den Landverbrauch und für die Kleinbauern, die Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Bestimmungen zur Bio-Zertifizierung haben. Man schreckte nicht vor neuen Technologien zurück und entwickelte die SALSA-Internetseite und eine E-Plattform, die allen relevanten Interessengruppen Aus- und Weiterbildung sowie Wissenstransfer und ein nutzerfreundliches Instrument zur Nachhaltigkeitsbewertung anbietet.

Das Projekt wird letztlich Lateinamerika einen wettbewerbsfähigeren Zugang zum globalen Markt für nachhaltige Rindfleisch- und Sojabohnenproduktion verschaffen. Die Verbraucher werden von einem besseren Zugriff auf nachhaltige Lebensmittel profitieren und die Interessengruppen werden mit einer verbesserten Wissensbasis zur Unterstützung ihrer Entscheidungen ausgestattet.

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