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Entwicklung intelligenter Fertigungssysteme durch globale Zusammenarbeit

Kürzlich wurde ein großes internationales Konsortium aus amerikanischen, asiatischen und europäischen Partnern gebildet, um einen Fahrplan für die Realisierung von Fertigungssystemen der nächsten Generation auszuarbeiten.
Entwicklung intelligenter Fertigungssysteme durch globale Zusammenarbeit
Werkstoffe, Geräte und Systeme, die Veränderungen in ihrer Umgebung eigenständig erfassen und sich daran anpassen können, werden als "smart" oder "intelligent" bezeichnet. Intelligente Fertigungssysteme gelten als Eckpfeiler der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit in den jeweiligen Bereichen.

Das EU-finanzierte Projekt "IMS2020: Supporting global research for IMS 2020 vision" (IMS2020) brachte nun ein Konsortium aus Führungskräften aus Europa, Japan, Korea und den Vereinigten Staaten an einen Tisch. Die Mitglieder erarbeiten einen Fahrplan für notwendige Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E), Politikgestaltung und Management, mit denen die Ziele im Zusammenhang mit intelligenten Fertigungssystemen realisiert werden können.

Mit Blick auf die Entwicklung einer eurozentrischen Strategie für Innovation im Fertigungsbereich verfolgten die Forscher das Ziel, internationale Zusammenarbeit und die aktive Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Dabei konzentrierten sie sich auf die Schaffung interregionaler Fertigungsgruppen in den fünf zentralen Bereichen für intelligente Fertigungssysteme. Diese Bereiche waren Nachhaltigkeit im gesamten Lebenszyklus eines Produkts, energieeffiziente Fertigungsprozesse, Basistechnologien, Standardisierung und Schulungsmaterial.

Durch die Vielfalt der einzelnen Partner erhielt das Konsortium Zugang zu einer Reihe von Perspektiven und Praktiken, Trends und Visionen, Wissen sowie technischen Kompetenzen. IMS2020 griff diesen Schatz an Informationen auf, analysierte laufende und geplante Forschungsaktivitäten und führte prospektive Analysen durch. Daraus wurden Empfehlungen für die Forschung im Fertigungsbereich erarbeitet. Letztere beinhalteten priorisierte Forschungsthemen, neue Regelungen für die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bereichen für intelligente Fertigungssysteme sowie Wege zur Verbesserung der Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen.

IMS2020 hat mit einem klaren Fahrplan einen wichtigen Beitrag zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit der Fertigung in der EU geleistet. Dieser Fahrplan basiert auf einem Paradigmenwechsel vom herkömmlichen Fabrikbetrieb hin zu internationalen Fertigungsnetzwerken. Durch die Reduzierung der Nutzung natürlicher Ressourcen und des CO2-Fußabdrucks sowie die Analyse von Produktlebenszyklen wird IMS2020 auch für die nachhaltige Fertigung eine wichtige Rolle spielen. Die engen Beziehungen, die sich im Rahmen des Projekts gebildet haben, sollten letztendlich weitere internationale Zusammenarbeit zum Wohle der weltweiten Fertigungsindustrie ermöglichen.

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