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Nachhaltige Aufbereitung von Abwässern aus Olivenmühlen

Ziel eines aktuellen EU-finanzierten Projekts waren der Ausbau und die Festigung der Beziehungen zwischen Regionen, die an der Aufbereitung von Industrieabwasser beteiligt sind. Der Schwerpunkt lag auf Abwässern aus Olivenmühlen, die ohne Aufbereitung zu verschiedensten Umweltproblemen führen.
Nachhaltige Aufbereitung von Abwässern aus Olivenmühlen
Saubere und ausreichend vorhandene Wasserressourcen sind weltweit von lebenswichtiger Bedeutung. Der Austausch von Know-how ist unverzichtbar, um den Einsatz optimaler Aufbereitungsverfahren zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt des Projekts "Sustainable innovations and treatment in industrial waste water clusters" (STINNO) standen drei Regionen in Griechenland, Finnland und Schweden. Diese Regionen hatten das gemeinsame Ziel, ihre Ressourcen für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) auf dem Gebiet der Abwasseraufbereitung auszubauen. Zudem sollten nachhaltige, kosten- und energieeffiziente Aufbereitungsverfahren entwickelt werden.

Den Projektbeteiligten waren die Vorteile bewusst, die sich aus der Schaffung von Wertschöpfungsnetzwerken für die Wachstumsförderung in den beteiligten Regionen ergeben. Zwölf Partner aus 5 europäischen Ländern arbeiteten an dem Projekt mit. Wissenschaftler definierten Forschungscluster in den übergeordneten Regionen. Die Cluster in den verschiedenen Regionen tendieren beim Industrieabwassermanagement zu einer unterschiedlichen Herangehensweise. Um diese Cluster zu fördern, wurde ein gemeinsamer Aktionsplan entwickelt.

Eine gemeinsam durchgeführte Aktion betraf den effektiven Wissenstransfer. Um Know-how-Transfer und Wissensaustausch zu gewährleisten, griff man während des gesamten Projekts auf das Mentoring-Prinzip zurück. Besser entwickelte, erfahrene Partnerregionen traten dabei als Mentoren für weniger entwickelte Regionen auf.

Im Rahmen des Projekts wurde auch nach innovativen Verfahren zur praktischen und ökonomischen Verwendung von Abwässern geforscht. Insbesondere bei der Herstellung von Olivenöl lassen sich die Abfälle zu Produkten wie Düngemittel verarbeiten, die aus den nährstoffreichen festen Nebenprodukten gewonnen werden. Der dabei erzeugte Brennstoff bzw. die erzeugte Energie stellt zudem eine wichtige Einkommensquelle dar.

Das Projekt ist also von sozioökonomischer Tragweite. Neben höheren Erträgen aufgrund besserer Abwasseraufbereitungspraktiken ist ein allgemeiner positiver Effekt auf die Umwelt zu erwarten.

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