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Erhellung der Sonnenprotuberanzen

Die Oberfläche und der Strahlenkranz der Sonne enthalten magnetische Strukturen, die Sonnenprotuberanzen genannt werden und aus Plasma bestehen, das bei Sonneneruptionen ausgestoßen wird. Forscher haben sehr ausführlich neue Solardaten untersucht, um unser theoretisches Wissen über Protuberanzen zu verbessern.
Erhellung der Sonnenprotuberanzen
Kürzlich erfolgte Beobachtungen haben beispiellose Einzelheiten über das Wesen und das Verhalten von Sonnenprotuberanzen geliefert. Dazu gehören Informationen, die zu Wellen, Bewegungen, Schwingungen und Instabilitäten innerhalb des Strahlenkranzes gewonnen wurden.

"Solar prominences: Stability, magnetohydrodynamics, and seismology" (SOLPROM-SMS) ist ein EU-finanziertes Forschungsprojekt, das darauf ausgerichtet war, diese neuen Daten zu nutzen, um ein verbessertes theoretisches Verständnis der Sonnenprotuberanzen zu gewinnen. Das Projekt untersuchte die Mathematik und Fluiddynamik dieser Protuberanzen im Zeitablauf.

In der ersten Projektphase untersuchte das Team die Eigenschaften der Wellen der Sonnenprotuberanzen und wie sie sich veränderten. Mithilfe dieser Daten verbesserten die Forscher ihre Modelle zur Bildung von Protuberanzen, und man schrieb neue Regeln fest, die für Eigenschaften wie Dauer und Frequenz maßgeblich sind.

In der zweiten Projektphase wurden die Instabilitäten innerhalb der Sonnenprotuberanzen untersucht. Es wurden einige neue Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Entstehung, die Zunahme oder die Abnahme der Instabilitäten gezogen, und man konnte nachweisen, dass Instabilitäten auch bei niedrigeren Temperaturen als zuvor angenommen entstehen können.

Das Verständnis zu Sonnenprotuberanzen wird unser Wissen über die Sonne und über das Weltraumwetter im Allgemeinen erhöhen. SOLPROM-SMS verwendete neue Daten zu Sonnenprotuberanzen, um unser theoretisches Verständnis über die Sonnenatmosphäre voranzutreiben.

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