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Neuere Forschungen zu den Ursachen von Vaskulitis

Vaskulitis kann unerwünschte Veränderungen wie Verdickung, Vernarbung, Verengung und strukturelle Schwächung der Gefäßwand verursachen.
Neuere Forschungen zu den Ursachen von Vaskulitis
Die Entstehungsgeschichte der Autoimmunreaktion gegen körpereigene Blutgefäße ist allerdings ungeklärt.

Autoimmunologische Gefäßerkrankungen wurden bislang mit der Aktivierung von Neutrophilen assoziiert. So könnte die entzündungsbedingte Symptomatik gelindert werden, wenn es gelänge, die neutrophile Apoptose (Zelltod) zu steuern. Das Zinkfinger-Protein A20 wirkt entzündungshemmend, da es den Transkriptionsfaktor NF-kB (nuclear factor kappa-light-chain-enhancer of B) hemmt. Die Aktivierung von NF-kB-Zellen erfolgt als Antwort auf den Tumornekrosefaktor Alpha und LPS-vermittelte NF-kB-Signalwege (die mit dem Überleben von Endothelzellen und Neutrophilen assoziiert werden.)

Das EU-Projekt A20APOPTOSIS untersuchte Struktur und Funktion des A20-Proteins bei der Regulation des Zelltods bei Neutrophilen und Endothelzellen. Neue Erkenntnisse zur Rolle von A20 und den an A20 bindenden Proteinen könnten damit die Suche nach neuen therapeutischer Zielstrukturen erleichtern. Zu diesem Zweck werden derzeit molekular-, zell- und funktionsbiologische Analysen durchgeführt, Molekülmodelle erstellt und klinische Studien durchgeführt.

Da das A20-Protein offenbar an der Aktivität entzündungsfördernder Neutrophiler beteiligt ist, wie sich in der Studie herausstellte, soll nun geklärt werden, inwieweit es den Apoptoseprozess bei Neutrophilen fördert oder hemmt.

Auf diese Weise könnte auch geklärt werden, welche Rolle der A20-Expression bei der Modulation der neutrophilen Apoptose zukommt, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Vaskulitis zu eröffnen.

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