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Kampf gegen den Klimawandel und Desertifikation in Westafrika 

Wissenschaftler aus der EU und Westafrika haben zusammengearbeitet, um die Auswirkungen der Desertifikation in Westafrika zu untersuchen und Minderungsmaßnahmen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung umgesetzt. Diese Maßnahmen umfassten die Wiederherstellung des Ökosystems durch Baumpflanzungen für die Kohlenstoffabscheidung. 
Kampf gegen den Klimawandel und Desertifikation in Westafrika 
Desertifikation und Bodendegradation treten in ariden, semiariden und trockenen sub-feuchten Gebieten auf und werden durch Klimaschwankungen und menschliche Aktivität angetrieben. Das Ergebnis kann die Verschlechterung des Bodens und der Vegetation über Milliarden von Hektar Weideland und Ackerland sein.

Das Projekt UNDESERT (Understanding and combating desertification to mitigate its impact on ecosystem services) wurde aufgestellt, um einen tieferen Einblick in die Desertifikation und Bodendegradation und ihre Auswirkungen auf die Ökosysteme zu liefern.

Das Ziel war die Bekämpfung von Desertifikation und Bodendegradation, um die Auswirkungen auf die Ökosystemdienstleistungen zu mildern und damit auf die menschliche Existenz. Dies kann einen positiven Kreislauf in Bewegung setzen, der zur Linderung von Armut beitragen und Vorteile auf Gemeinschaftsebene in Übereinstimmung mit den Millenniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen schaffen kann.

Die Forscher entschieden sich für einen interdisziplinären Ansatz unter Verwendung von Fernerkundungsdaten mit Informationen über Vegetation, Boden und sozioökonomische Informationen, die in neuartigen Computer-Modellierungstechniken eingesetzt wurden. Sie arbeiteten mit lokalen Akteuren zusammen, um die Auswirkungen der Wüstenbildung zu beurteilen und die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger Management-Praktiken zu gewährleisten. Darüber hinaus entwickelt das Konsortium Entscheidungsunterstützungswerkzeuge und Leitlinien für bewährte Praktiken für Manager natürlicher Ressourcen auf der Grundlage von Frühwarnindikatoren der Umweltzerstörung.

Risikobewertungen wurden in sechs verschiedenen Fallstudien auf nationaler und lokaler Ebene durchgeführt, um die Auswirkungen der Landnutzung und des Klimawandels auf die Verteilung der Pflanzenarten und die Diversitätsmuster zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass Landnutzung und Klima hohe Risiken für die Pflanzenartenverteilung und Diversitätsmuster darstellen. Darüber hinaus stellen Klima- und Landnutzungsänderungen eine ernste Gefahr für die Vielfalt der essbaren Arten dar.

Das Konsortium beschäftigte 17 afrikanische Doktoranden, die eine Ausbildung erhielten, um die Projektarbeit umzusetzen und dabei zu helfen, die Risiken aus zukünftigen demographischen und klimatischen Veränderungen zu minimieren. Die Ergebnisse werden direkt an internationale Programme übertragen, um Strategien und Initiativen zu unterstützen.

UNDESERT wird dazu beitragen, den Klimawandel durch verstärkte Kohlenstoff-Sequestrierung zu mildern. Es liefert auch ein besseres wissenschaftliches Verständnis der zuverlässigen Indikatoren damit politische Entscheidungsträger und konkrete Management-Interventionen zur Milderung der Versteppung unterstützt werden. Darüber hinaus wird das Projekt, das Leben der Menschen vor Ort verbessern und den Aufbau von Kapazitäten durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Interessengruppen unterstützen. Das Projektvideo ist online.
 

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Schlüsselwörter

Westafrika, Desertifikation, Kohlenstoff-Forstwirtschaft, UNDESERT, Landnutzungsänderungen, Klimawandel 
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