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Junge Forscher stellen sich den Herausforderungen der städtischen Lebensmittelversorgung

Es besteht die dringende Notwendigkeit, sich den Herausforderungen von zunehmend auf eine städtische Ernährung zurückzuführenden Gesundheits- und Umweltproblemen zu stellen. Eine EU-finanzierte Initiative hat junge Forscher ausgebildet, um ein besseres Verständnis des Charakters von (peri-) urbanen Foodscapes und ihrer Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Junge Forscher stellen sich den Herausforderungen der städtischen Lebensmittelversorgung
Angesichts eines sich rasch verändernden Lebensmittelversorgungssystems und Verschiebungen in den Rollen von Lebensmittelherstellern und Verbrauchern sowie bei einschlägigen Vorschriften werden weitere Informationen über die Dynamik dieser Veränderungen benötigt. Dieses Wissen kann dazu beitragen, die Entwicklung eines nachhaltigen Nahrungsmittelsystems zu fördern.

Das Projekt PUREFOOD (Urban, peri-urban and regional food dynamics: Toward an integrated and territorial approach to food) stellte ein dreijähriges Schulungsprogramm für 10 weibliche und 2 männliche Nachwuchsforscher (ESR) bereit. Der Kurs behandelt neue Fragen aus den Bereichen nachhaltige Lebensmittelversorgungsketten, Beschaffung des öffentlichen Sektors und städtische Ernährungsstrategien. Das Gesamtkonzept zielte auf Auswirkungen auf Theorie und Praxis durch Wissensaustausch und direkte Umsetzung zwischen Unternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen, Behörden, wissenschaftlichen Experten und ESR aus Industrie- und Entwicklungsländern.

Die ESR nahmen an allen Schulungskursen und an zusätzlichen Ausbildungs- und Koordinierungsaktivitäten im Zusammenhang mit FOODLINKS teil. Das Programm integrierte einen Learning-by-doing-Ansatz, der von Arbeitsgemeinschaften zu den drei Themen von PUREFOOD koordiniert wurde.

Die jungen Forscher folgten individuellen Karriereentwicklungsplänen und reichten Forschungsanträge ein, die letztlich zu einer Promotion führen sollen. Die Forscher haben 12 Artikel (einige wissenschaftliche und einige für die breite Öffentlichkeit) verfasst und im Verlauf des Projektes Studenten betreut, Gastvorträge gehalten und als Moderatoren an Konferenzen teilgenommen.

Alle ESR haben mindestens einen Austausch bei einer anderen Einrichtung abgeschlossen, um ihr Wissen und Know-how zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu erweitern. Der brasilianische Partner des Projekts organisierte einen zweitägigen internationalen Workshop im Dezember 2013, der von mehr als 150 Wissenschaftlern, Praktikern und Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt besucht wurde. Die Veranstaltung wurde live im Internet gestreamt.

Die Abschlusskonferenz des Projekts fand Mai 2014 in den Niederlanden statt. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Konferenz "Day of Urban Farming" veranstaltet, die PUREFOOD-Fragen einem größeren und breiteren Publikum aus der Wirtschaft (Unternehmen), dem öffentlichen Sektor (Regierungen) und der Zivilgesellschaft bekannt machte.

Das Programm hatte bereits eine positive Wirkung auf die Karriereaussichten von jungen Forschern. Darüber hinaus sollen die Arbeit und die Ergebnisse des Projekts der europäischen Politik helfen, den Bereich insgesamt zu verbessern.

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Schlüsselwörter

städtisch, Nahrungsmittelversorgung, städtische Foodscapes, nachhaltige Entwicklung, Lebensstrategien
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