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Junge Forschende in Nanotechnologie geschult

Eine europaweite Zusammenarbeit zwischen der akademischen Welt und der Industrie zielt auf eine verbesserte globale Gesundheitsversorgung ab. Dazu soll die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Entwicklung neuer klinischer Diagnosewerkzeuge geschult werden.
Junge Forschende in Nanotechnologie geschult
Viele klinische Labore beginnen damit, diagnostische Assays unter Einsatz von Miniaturgeräten und -materialien in der Größenordnung bis zu einem Milliardstel Meter durchzuführen. Diese Nanotechnologien umfassen magnetische Nanopartikel, welche Proteine, DNA oder Krankheitserreger in biologischen Proben nachweisen oder einfangen können.

Da bei diesen Technologien die Einbindung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen erforderlich ist, wird deren Nutzen durch die Anzahl der Forschenden begrenzt, die über Erfahrung in all diesen Bereichen verfügen. Das EU-finanzierte Projekt BIOMAX (Novel diagnostic bio-assays based on magnetic particles) bildete Nachwuchsforscherinnen und -forscher in der Durchführung integrierter Diagnoseexperimente unter Einsatz von Geräten und Ausrüstung im Nanomaßstab aus.

BIOMAX baute ein europaweites Netzwerk aus Forschungsgruppen von sechs Hochschul- und vier Industriepartnern auf, um Schnelldiagnosetests zu entwickeln, die mit magnetischen Nanopartikeln funktionieren. Bioassays dieser Art sind Alleskönner. Sie diagnostizieren Erbkrankheiten und erkennen gleichermaßen Viren im Blut oder in Gewebeproben.

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wurden im Rahmen von Doktorandenprogrammen an den lokalen Universitäten sowie in netzwerkweiten Sommerschulen und auf Workshops, Konferenzen und in Form des Forschungsaustauschs geschult. Unter BIOMAX meldeten 13 Forschungsstipendiaten, 11 Nachwuchsforscher und deren jeweilige Gastlabors Durchbrüche unter Einsatz von Diagnostika auf Basis magnetischer Partikel.

Erfolgreiche Abordnungen und die Vernetzung zwischen den Forschungsgruppen führte überdies zur weiteren Zusammenarbeit an EU-finanzierten Projekten im diagnostischen Bereich. Mit diesen Aktivitäten gelang es BIOMAX, die nächste Generation industrieller und akademischer Forscherinnen und Forscher auf dem aufstrebenden Gebiet der Nanobiotechnologie weiterzubilden.

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Schlüsselwörter

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Nachwuchsforscherinnen und -forscher, Nanotechnologie, Diagnosewerkzeuge, magnetische Nanopartikel, Bioassays
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