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Entwicklung der naturwissenschaftlichen Bildung verfolgen

Ein multidisziplinäres und zwischenstaatliches Forschungsprojekt hat für ein besseres Verständnis der Aufgabe von Physiklehrbüchern beim Aufbau der naturwissenschaftlichen Bildung gesorgt.
Entwicklung der naturwissenschaftlichen Bildung verfolgen
Das durch die EU finanzierte EUROTEXTBOOKSCIENCE-Projekt überprüfte den Zustand und die Eigenschaften der Lehrbücher für Physik in Bezug auf die Weiterentwicklung der Pädagogik und Forschung auf diesem Gebiet. Die Analyse betrachtete den Zeitraum von der Begründung des Sekundarschulwesens in Frankreich (1802) bis in unsere heutigen Tage. Die Projektforscher berücksichtigten gleichermaßen den Einfluss der großen Bildungsreformen von 1902 in Frankreich, Spanien und im Vereinigten Königreich.

Der innovative Projektansatz bezog interdisziplinäre Methoden ein und richtete die Aufmerksamkeit auf Internationalität, konzentrierte sich auf den Schwerpunkt Pädagogik und betrachtete ganz besonders die materielle Kultur von Wissenschaft und Bildung. Die Projektleistungen umfassen die Produktion von vier Zeitschriftensonderausgaben, zwei historiographischen und methodischen Kapiteln für Referenzveröffentlichungen, fünf Buchkapiteln, sieben wissenschaftlichen Artikeln in referierten Journalen sowie eines Buchs. Die meisten Publikationen wurden von einem Marie-Curie-Stipendiaten allein verfasst, einige davon in Zusammenarbeit mit anderen Forschern.

Zu den Projektaktivitäten zählte die Teilnahme an internationalen Konferenzen sowie die Organisation von drei Konferenzsymposien und einer jährlichen Seminarreihe. EUROTEXTBOOKSCIENCE organisierte Europas erste Forschungsschule, die der Untersuchung visueller Darstellungen in der Wissenschaft und der STEP-Arbeitsgruppe (Science and Technology in the European Periphery) gewidmet war.

EUROTEXTBOOKSCIENCE führte neue methodische Ansätze ein, welche durch das Studium visueller Darstellungen in der Wissenschaft gekennzeichnet wurden, und erweiterte sie auf den Bereich nationaler Fallstudien. Letztere beinhalteten amerikanische und lateinamerikanische Fallstudien sowie Forschungsvorhaben an der Kongressbibliothek (Library of Congress) in Washington in den Vereinigten Staaten. Dieser internationale Ansatz zog außerdem die Entwicklung eines Forschungsclusters zu zwischenstaatlicher, vergleichender und transnationaler Geschichte der Wissenschaft, Technologie und Medizin nach sich. Eine weitere Leistung des Projekts war die Entwicklung einer neuen professionellen E-Liste, bekannt als H-PhysicalSciences.

Das Projekt leistete einen beträchtlichen Beitrag zu einer neuen Historie des Aufkommens der Physik in Europa und erweiterte die Möglichkeiten zur Reflexion über die Gestaltung der derzeitigen Wissenschafts- und Bildungspolitik.

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