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Beteiligung am optimalen organisatorischen Wandel

Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt untersuchte Auffassungen des Lehrkörpers im Europäischen Hochschulraum im Hinblick auf die Legitimität und Bedeutung von Akkreditierungen. Von besonderem Interesse war dabei das Ausmaß, in welchem diese Wahrnehmungen die tatsächliche Umsetzung der Akkreditierungen beeinflussten.
Beteiligung am optimalen organisatorischen Wandel
Das erklärte Ziel von Qualitätsbewertungen besteht darin, die von Hochschulen und Universitäten angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Die Forschung hat jedoch eine Gruppe von Fakultäten zum Ziel, welche diese Akkreditierungsaufgaben als ein Mittel zur Rechtfertigung von Budgetkürzungen im Bildungsbereich durch die Regierung betrachtet. Das Projekt "The roles of legitimacy and significance in higher education accreditations" (ROLEG-SIG-ACCREDIT) befragte mehr als 300 Lehrkräfte aus 20 Hochschulprogrammen, die Qualitätsbewertungen unterzogen werden, und untersuchte die Wahrnehmung der Lehrenden in Bezug auf die Gründe dieser Maßnahmen.

Eine Analyse der Studienresultate ergab, dass die Beteiligung der Lehrkräfte am Bewertungsprozess in den meisten Fällen bewirkt, dass die Qualitätsprüfungen nicht aus instrumentellen Gründen durchgeführt werden. Außerdem schätzen die Dozenten die Bewertungen eher als legitim ein und identifizieren sich mehr mit dem zu beurteilenden Hochschulprogramm, wenn sie davon ausgehen, dass die Bewertungen aus Gründen der Qualitätsverbesserung durchgeführt werden. Die Studie hob mit Erfolg die Bedeutung der Beteiligung der Lehrkräfte an der Überwindung anfänglicher Skepsis in Hinsicht auf Interventionen von außen hervor.

Die in der zweiten Zweijahresphase durchgeführte ROLEG-SIG-ACCREDIT-Forschungsarbeit konzentrierte sich auf Wirtschaftsunternehmen und weitere Typen von Managementinnovationen. Die Forschung in dieser zweiten und letzten Phase überprüfte im Einzelnen die Faktoren, welche die Aufgabe der Humanressourcen dergestalt unterstützen, dass eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bezug auf neue Vorschläge und Innovationen gewonnen werden kann. Die Untersuchung einer Originalstichprobe von 298 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus neun Großunternehmen in Spanien ergab, dass die Glaubwürdigkeit der Personalabteilung nur ein Faktor ist, welcher die Akzeptanz der Belegschaft beeinflusst. Auch die damit in Verbindung stehende Projektforschung auf diesem Gebiet lässt annehmen, dass Glaubwürdigkeit im Bereich Humanressourcen unabhängig vom Klima der organisatorische Innovation eine wichtige Rolle spielt.

Das den beiden Zweijahresphasen zugrunde liegende Hauptforschungsinteresse galt dem Verständnis, wie die Ziele der Managementinnovationen in Organisationen auf die Umsetzung der Innovationen reagieren. ROLEG-SIG-ACCREDIT trug neues Wissen und für beide Kontexte relevante Einblicke zusammen, die Auswirkungen auf den organisatorischen Wandel und positive Effekte hinsichtlich der Unterstützung einer partizipativen Organisationskultur erwarten lassen.

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