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Multimediainhalte in digitalen Sammlungen durchsurfen

Europäische Forscher haben neue Wege zum Durchsuchen, Zusammenfassen und Visualisieren großer Multimediaarchive erschlossen. Diese Methoden werden es den Eigentümern von Inhalten ermöglichen, ihre digitalen Assets noch besser auszunutzen.
Multimediainhalte in digitalen Sammlungen durchsurfen
Gleichzeitig mit der explosionsartigen Zunahme des generierten Volumens digitaler Inhalte gibt es einen dringenden Bedarf an stark anpassungsfähigen Schnittstellen. Diese müssen im Sinne der Einsatzfähigkeit sowohl an die Nutzerprofile als auch die speziellen Arten der Suche angepasst werden.

Das EU-finanzierte Projekt "Immersive multimedia interfaces" wurde (IM3I) diesem Ziel vor Augen eingerichtet. Das Projekt betrachtete die Bedürfnisse des Medien- und Kommunikationssektors, der nicht nur mit den sich verändernden Technologien Schritt halten muss, sondern auch mit dem radikalen Wandel des Mediennutzungsverhaltens konfrontiert ist.

Die neue Softwareplattform wurde auf Basis der während der ersten Projektphase aus den Benutzeranforderungen abgeleiteten Angaben konzipiert und entwickelt. Die IM3I-Plattform nutzt eine offene und flexible serviceorientierte Architektur (SOA).

Die im Rahmen des Projekts entwickelte Infrastruktur weist eine Analyseschicht auf, die mehrere Pipelines für die verschiedenen Medientypen Video-, Audio-, Bild- und Textdateien beinhaltet. Die Funktion dieser Pipelines besteht darin, aussagekräftige Informationen aus den Rohdateien zu extrahieren und Such- und Abfragemechanismen bereitzustellen.

Von daher schuf das nun abgeschlossene IM3I-Projekt innovative Mittel für den Zugriff und die Präsentation von Medieninhalten für die Nutzer sowie neue Wege, auf denen die Nutzer mit den Diensten interagieren können. Vor allem jedoch definiert die neue Plattform eine Grundlagentechnologie, mit der existierende Netzwerke zusammengeführt werden können, was eine Unterstützung der Einrichtungen und Nutzer bei der Entwicklung ihrer inhaltsbezogenen Dienstleistungen darstellt.

Um das volle Potenzial der neuen IM3I-Plattform im Business-to-Consumer-Markt (B2C) auszuschöpfen, wird noch mehr Entwicklung erforderlich sein. Das wird jedoch keinen Einfluss auf professionelle kreative Einrichtungen, die Business-to-Business-Kunden (B2B), ausüben, welche im ersten Jahr der Ausnutzungsaktivitäten die Hauptzielgruppe des Projekts bleiben.

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