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Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen als Basis für Entscheidung und Handeln

Wie verarbeitet das Gehirn sensorische Wahrnehmungen zu Entscheidungen und Handlungen? Ein Forscherteam untersuchte zur Klärung dieser Frage Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, motorischem Verhalten und neuronaler Aktivität.
Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen als Basis für Entscheidung und Handeln
Die Informationsflut, die das menschliche Gehirn aufnimmt, scheint unendlich groß. Wie die von außen kommenden Sinneswahrnehmungen jedoch verarbeitet werden, ist noch relativ wenig erforscht. Das Projekt CODDE (Co-ordination for optimal decisions in dynamic environments) führte Forscher verschiedener Fachbereiche zusammen, um die im menschlichen Körper stattfindenden grundlegenden Prozesse zu klären, speziell im Zusammenhang mit sensorischen und neuronalen Signalwegen.

Durch Kombination von Psychophysik, Bewegungsaufzeichnungen, funktioneller Hirnbildgebung und virtueller Simulation wurden theoretische Modelle erstellt und neue Erkenntnisse zur drei wichtigen Fragen gewonnen: zur effizienten Nutzung sensorischer Daten, zur Koordination von Bewegungen basierend auf sensorischen Eingangssignalen und zu Anpassungsprozessen im Gehirn durch Erfahrungen und Alter.

Die Ergebnisse von CODDE werden direkt in eine Reihe praktischer Anwendungen münden. Ein viel versprechendes Gebiet sind etwa kundenspezifisch angepasste Technologien wie 3D-Filme für das Fahrschultraining oder Verbesserung der Haptik (Erfühlen eines Objekts) bei VR-Anwendungen (virtuelle Realität).

Die Projektergebnisse unterstützen auch die Betreuung von Senioren, die Erwachsenenbildung und die Neuro-Rehabilitation.

Mit 18 veröffentlichten Beiträgen in führenden Fachzeitschriften und 59 Vorträgen auf internationalen Kongressen stellte sich CODDE der Forschergemeinschaft vor, um weitere Projekte anzuregen. Die Zusammenarbeit mit Industriepartnern wird zudem die Umsetzung in praktische Anwendungen fördern, um die Funktionsweise des Gehirns eingehender zu klären.

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