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FP7

VIROCLIME — Ergebnis in Kürze

Project ID: 243923
Gefördert unter: FP7-ENVIRONMENT

Auswirkungen des Klimawandels auf Viren im Wasser

Eine EU-finanzierte Initiative untersuchte die Hypothese, dass durch den Klimawandel verursachte Veränderungen der aquatischen Umwelt, die Freisetzung von über Wasser übertragenen Krankheitserreger erhöhen wird und damit das Infektionsrisiko nach einer Wassernutzung erhöht wird.
Auswirkungen des Klimawandels auf Viren im Wasser
Die Initiative 'Impact of climate change on the transport, fate, and risk management of viral pathogens in water' (VIROCLIME) untersuchte das Risiko von Wassernutzern, das von Viren aufgrund des Klimawandels ausgeht. Die Ergebnisse stützten sich auf Proben aus fünf global wichtigen Fallstudienorten in Brasilien, Griechenland, Ungarn, Spanien und Schweden. Diese wurden verwendet, um grundlegende Daten über die Häufigkeit und Art der Zielviren, die dort gefunden wurden, zu erhalten.

Die Projektpartner untersuchten den Zusammenhang zwischen Viren im Wasser, die menschliche Krankheit verursachen können, insbesondere jener, die als neue Krankheitserreger oder als virale Indikatoren für die Verschmutzung durch Abwässer betrachtet werden. Anschließend untersuchten sie die vorhergesagten Auswirkungen der Klimaveränderungen an wichtigen Standorten im Amazonasbecken und in der EU. Diese Informationen wurden verwendet, um mögliche gesundheitliche Folgen für die Menschen in diesen Gebieten zu ermitteln, die das Wasser entweder in der Freizeit oder als Trinkwasser benutzen.

Die Forscher verwendeten die Nachverfolgung mikrobieller Quellen (microbial source tracking, MST), um menschliche und tierische Viren in verschmutztem Wasser zu erkennen und zu unterscheiden. Da die Wasserverschmutzung durch Abwasser- und Wasserablauf von Bauernhöfen ein Gesundheitsrisiko darstellen kann, wurde MST verwendet, um eine Reihe von verschiedenen Tierviren an den Standorten nachzuweisen und die Unterscheidung zwischen menschlicher und tierischer Verschmutzung ermöglichte.

Viren sind ein potenzielles Problem, weil sie resistent gegen Umweltzerstörung und robuster als viele Bakterien sind.

Die Analyse bakterieller Fäkalindikatoren weist auf variierende Zusammenhänge mit der Virusbelastung hin und kann die wahren Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der Viruskonzentration im Wasser und dem Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit durch Aktivitäten wie Baden in verschmutztem Wasser oder dem Verzehr von Schalentieren nicht wirklich darlegen.

Mithilfe der hydrologischen Modellierung von Wassereinzugsgebieten wurden Strömungsmuster bestimmt sowie Veränderungen im Flusslauf durch den Klimawandel, vor allem durch Niederschlag, vorhergesagt. Modelle wurden auch verwendet, um Veränderungen in der Viruslast an den Fallstudienorten vorherzusagen und um quantitative mikrobiologische Risikobewertungen zu entwickeln, die jedes erhöhtes Risiko bei der Wassernutzung entdecken.

Die vom VIROCLIME-Konsortium durchgeführten Arbeiten lieferten wertvolle Informationen und neue Erkenntnisse über die Epidemiologie von Wasserviruserkrankungen. Verschiedene Szenarien wurden entwickelt, die die Arbeit von Politikern, Wissenschaftlern und medizinischem Fachpersonal unterstützen.

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