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Innovative Tools und Methoden für das Risikomanagement von Nanomaterialien

Standardisierte und einheitliche Verfahren zur Bewertung von Exposition, Gefahren und Risiken im Zusammenhang mit herkömmlichen Chemikalien sind für Sicherheitsbestimmungen und die Verwendung von zentraler Bedeutung. Die EU-Initiative MARINA entwickelte ähnliche Werkzeuge für künstliche Nanomaterialien (ENM).
Innovative Tools und Methoden für das Risikomanagement von Nanomaterialien
Risikostudien befassen sich zunehmend mit ENM-Exposition und -Toxizität in einer Vielzahl von individuellen internen Testverfahren. Allerdings fehlt es an einer integrierten, systematischen und verallgemeinerten Gesundheits- und Umweltsicherheitsbeurteilung und einem Management-Framework.

Vor diesem Hintergrund entwickelte und bewertete das EU-geförderte Projekt MARINA (Managing risks of nanoparticles) eine Strategie für die Risikobewertung und das Management von ENM.

MARINA befasste sich mit vier zentralen Themen: Materialien, Exposition, Gefahren und Risiken. Es entwickelte eine Bewertungsstrategie für das Risiko für Mensch und Umwelt sowie eine integrierte und einheitliche Risikomanagement-Toolbox, die über den Stand der Technik hinaus gingen und zu einer Reihe von global anwendbaren Referenzwerkzeugen zu jedem dieser Themen führten.

Insbesondere schufen die MARINA-Partner Referenz-Tools zu jedem Thema und integrierten sie in eine Reihe von Werkzeugen in Bezug auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt. Diese Werkzeuge wurden auch in Fallstudien demonstriert. Die MARINA-Partner produzierten eine Reihe von Referenz-Nanomaterialien mit Referenz-Charakterisierungsmethoden und stellten sie für zukünftige Projekte zur Verfügung. Sie entwickelten auch Methoden, um Erkenntnisse zu Eigenschaften, Interaktion, Exposition und Verbleib von ENM in Bezug auf die menschliche Gesundheit und die Qualität der Umwelt zu erweitern.

Das MARINA-Team integrierte die Ergebnisse zu den vier Themen in eine Strategie für die kohärente Risikobewertung und intelligente Prüfung für Aufsichtsbehörden und die Industrie. Schließlich erstellte es eine umfassende Datenbank mit experimentellen Ergebnissen, um die Wechselwirkungen von ENM mit Mensch und Umwelt zu verstehen. Diese Ergebnisse an die OECD-Mitglieder und das Forschungs-Cluster Nanosafety zu laufenden und zukünftigen Projekten übermittelt.

Mehr als 80 wissenschaftliche Arbeiten wurden in Peer-Review-Zeitschriften veröffentlicht.

Die Paradigmen des Projekts MARINA zu Risikobewertung, Management und Reduktion werden eine sichere und umweltverträgliche Entwicklung von Nanotechnologie unterstützten, mit wichtigen Vorteilen für die Gesellschaft.

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Schlüsselwörter

Risikomanagement, Nanomaterialien, Gefahren, Gesundheits- und Umweltsicherheit, Nanopartikel
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