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Kooperationsnetzwerk für Tiergesundheit und Tierschutz

In Europa sind Tiergesundheit und Tierschutz Schwerpunktthemen, sodass höhere Produktionsstandards gefragt sind, um drohender Lebensmittelknappheit, Krankheitsrisiken und Krisen im Viehzuchtsektor begegnen zu können. EU-finanzierte Forscher bauten nun auf einer früheren Initiative auf, um die Koordination und Kooperation ähnlicher nationaler Forschungsprogramme zu stärken.
Kooperationsnetzwerk für Tiergesundheit und Tierschutz
Für landwirtschaftliche Nutztiere wie Fische, Bienen und Vieh stellen endemische Infektionen wie auch so genannte Produktionskrankheiten und Klimaveränderungen das größte Risiko dar. Das Projekt ANIHWA (Animal health and welfare) sollte für Lösungen nun auf den Daten und Erfahrungen des Vorgängerprojekts ERA-NET EMIDA aufbauen. Am Projektkonsortium waren 31 Partnerorganisationen aus 19 Ländern beteiligt, darunter die wichtigsten nationalen Forschungsförderungsagenturen für Tiergesundheit und Tierschutz in der EU.

ANIHWA initiierte Maßnahmen, um Ziele wie intensivere Forschungskooperation und Koordination zwischen nationalen Forschungsprogrammen zu erreichen. Zunächst wurde eine Webseite erstellt und ein betriebswirtschaftlicher und wissenschaftlicher Beirat (ESAB) eingerichtet. Mit europäischen Netzwerken wurden Forschungsvereinbarungen getroffen und ähnlich orientierten Organisationen sowie mehrere europäische und internationale staatliche Einrichtungen fungierten als Berater.

Neben Informationsaustausch sowie Dokumentation und Analyse aktueller Forschungsaktivitäten und -einrichtungen wurden umfangreiche Datenbanken erstellt und webbasierte Tools zur Analyse von Situationen und Trends entwickelt. Das Team führte eine Lückenanalyse für Tiergesundheits- und Tierschutzforschung durch und identifizierte neue Forschungsbedürfnisse und Möglichkeiten.

Auf Basis dieser Daten und Informationen konnte die Umsetzung mehrerer transnationaler Aktivitäten beschleunigt werden. Die Projektpartner entwickelten strategische Forschungspläne mit gemeinsamen Prioritäten sowie Instrumente und Mechanismen für Vorschläge und Ausschreibungen gemeinsamer Projekte. Drei große Ausschreibungen fanden bereits statt, wobei die erste Ausschreibung 10 Projekte mit insgesamt 11,4 Mio. EUR fördern soll.

Die Partner organisierten einen Workshop für intensivere Zusammenarbeit zwischen Tierschutzagenturen und Ministerien und erstellten den "Report on the mapped and analysed data and information from national programmes on animal welfare".

ANIHWA sollte die Tragfähigkeit einer eigenständigen Netzwerkinfrastruktur zusammen mit EMIDA und ANIHWA auch über die Projektdauer hinaus stärken. Dies umfasst u.a. die Zusammenarbeit mit dem Ständigen Ausschuss für Agrarforschung (Standing Committee on Agricultural Research Collaborative Working Groupon Animal Health and Welfare).

So schuf ANIHWA ein nachhaltiges europäisches Netzwerk für gemeinsame und sich ergänzende Forschungsprogramme, um künftig kritische Risiken für Tiergesundheit und Tierschutz auszuräumen.

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Schlüsselwörter

Tiergesundheit, Tierschutz, Krankheiten, Zuchttiere, ANIHWA
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