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Steinbeis-Europa-Zentrum setzt auf Öko-Innovationen

Steinbeis-Europa-Zentrum und Europäische Kommission setzen auf Öko-Innovationen Umfrage des Steinbeis-Europa-Zentrums beleuchtet die Bedeutung von Verwertungsstrategien

Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselbegriff und Teil einer Strategie, die in den letzten Jahren die Industriepolitik der Europäischen Kommission bestimmt hat. Öko-Innovation, umweltfreundliche Produktion und intelligente Energien sind zentrale Themen der europäischen Förderpolitik, zu denen das Steinbeis-Europa-Zentrum den Unternehmen und Forschungseinrichtungen beratend zur Seite steht. Als Koordinator des EU-Projekts ECOINNO2SME möchte das Steinbeis-Europa-Zentrum die Verwertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich Öko-Innovationen stärken. Es unterstützt die Unternehmen bei der Suche nach Kooperationspartnern in Europa und dem Zugang zu ausländischen Märkten. Zu diesem Zweck wurden Forschungsergebnisse aus abgeschlossenen EU-Projekten mit Fokus auf den Lebenswissenschaften (Biotechnologie, Lebensmittel), Umwelt und Energie evaluiert. 117 Unternehmen aus sieben Ländern (Deutschland, Estland, Italien, Schweden, Spanien, Großbritannien und Ungarn) haben Stellung bezogen und ihre Verwertungsstrategien dokumentiert. Folgende Fragen standen im Zentrum der Befragung: Wurde die Innovation im Unternehmen umgesetzt? Wurde daraus ein neues Produkt oder eine Technologie entwickelt? Wurden die Forschungsergebnisse unmittelbar verwertet? Ist das Produkt auf dem Markt? Konnte das Unternehmen Gewinn damit erzielen? Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Eine Verwertung der Projektergebnisse ist umso erfolgreicher, wenn die Projektpartner bereits am Anfang des Projekts einen Technologieverwertungsplan aufgestellt haben und wenn bereits Erfahrungen mit Strategien zur Verwertung vorhanden sind. Eine Verwertung ist erfolgreich, wenn die Innovation zur Kernkompetenz des Unternehmens gehört, das Unternehmen mit dem Management von Projekten bereits Erfahrungen gesammelt hat und bereits bei Projektstart die geistigen Eigentumsrechte der Partner geklärt sind. Ist das Unternehmen Projektkoordinator, besteht eine größere Motivation, die Projektergebnisse zu vermarkten. Große Relevanz für den Verwertungserfolg hat zudem die Motivation und Aussicht in neuen Märkten aktiv zu werden. EU-Fördermittel sollen Lücke zwischen Forschung und Markteinführung schließen 30 Mio. Euro stellt die Europäische Kommission allein für Öko-Innovation in der aktuellen Ausschreibung des CIP Programms zur Verfügung. Eine umwelt- und klimabezogene Nachhaltigkeit bei gleichzeitigem wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung - dies ist der Anspruch, den die Kommission im Juli 2008 mit ihrem "Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik" formuliert hat. Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht eine Produktpolitik, die dazu beitragen soll, dass mehr umweltfreundliche Produkte auf den Markt kommen. Die Europäische Kommission fordert die Industrieunternehmen in Europa auf, im Bereich der Umweltverträglichkeit führend zu bleiben. Zugleich unterstützt sie die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten. Die Europäische Kommission einen Aufruf im Bereich Öko-Innovation veröffentlicht. Die Initiative Öko-Innovation ist Teil des Programms für unternehmerische Initiative und Innovation (EIP -Entrepreneurship and Innovation Programme), das wiederum zum CIP (Competitiveness and Innovation Framework Programme - Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation) gehört. Ziele des Programms sind die Unterstützung der Erstanwendung und Marktetablierung von innovativen Technologien und Verfahren, die Überbrückung der Kluft zwischen Forschung, Energie und der Industrie sowie die Überwindung der noch vorhandenen Marktschranken. Gefördert werden Vorhaben, die darauf ausgerichtet sind, Hindernisse für die Entwicklung und breitere Anwendung von Öko-Innovationen zu beseitigen, Märkte für entsprechende Produkte zu schaffen oder zu erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt zu stärken. Zugleich sollen die Projekte Umweltfolgen verringern, die Ressourceneffizienz erhöhen und das Leistungsniveau der Unternehmen in Bezug auf die Umwelt verbessern. Unterstützt werden Vorhaben im Zusammenhang mit öko-innovativen Produkten, Techniken, Dienstleistungen oder Verfahren von Bedeutung für die Gemeinschaft, die technisch bereits mit Erfolg demonstriert wurden, aber aufgrund eines Restrisikos den Markt noch nicht durchdrungen haben. Obschon das Programm branchenoffen ist, wird durch die Förderrichtlinie die Priorität auf Unternehmen aus den Sparten Recycling, Gebäude- und Bausektor, Lebensmittel und Getränke sowie Grüne Unternehmen und grüner Einkauf festgelegt. Das Programm fördert vorrangig kleine und mittlere Unternehmen sowie private Organisationen, steht aber auch allen juristischen Personen offen. Das Budget für das Jahr 2009 beträgt ca. 30 Millionen Euro. Bis zum 10.09.2009 können Förderanträge für das Programm Eco-Innovation gestellt werden. Die Erfolgschancen lagen im vorherigen Aufruf um die 30%. Weitere spezifische Fördermöglichkeiten bietet die Priorität Umwelt im 7. Forschungsrahmenprogramm. Der nächste Aufruf wird voraussichtlich im Juli 2009 veröffentlicht mit einem geplanten Budget von ca. 213 Mio und Abgabetermin im Januar 2010. Das Steinbeis-Europa-Zentrum bietet in Informations- und Sprechtagen Hintergrundinformation zu den Programmen aber auch individuelle Beratung für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es unterstützt die Antragstellung und Durchführung von EU-Projekten, die Partnersuche bis hin zum Projektmanagement und zur Verwertung der Forschungsergebnisse. Darüber hinaus bietet es maßgeschneiderte Trainings für Antragstellung und Projektmanagement an. Im Zentrum steht dabei vor allem das 7. Forschungsrahmenprogramm. Weitere Informationen: http://ec.europa.eu//ecoinnovation - Bei der Europäischen Kommission http://www.ecoinno2sme.eu/ - zum EU-Projekt ECOINNO2SME http://www.steinbeis-europa.de/181.html - zu den Ansprechpartnern beim Steinbeis-Europa-Zentrum (Teresa Puerta und Hartmut Welck)

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