Diagnose und Behandlung von Bestrahlungsverletzungen
Ziel der Konferenz ist die Erörterung der Fortschritte im Bereich der frühzeitigen Diagnose einer nichthomogenen oder teilweisen Körperbestrahlung. Die Exposition von Menschen gegenüber relativ hohen Bestrahlungsdosen erfolgt bei der medizinischen Krebsbehandlung und bei Unfällen im Zusammenhang mit der Nutzung von Kernenergie, Bestrahlungsgeräten und industriellen Anwendungen. Die frühzeitige Diagnose einer Bestrahlungsverletzung ist für die Behandlung des Patienten lebenswichtig, um die akuten Symptome so schnell wie möglich zu reduzieren und bleibenden Schaden zu verhindern.
Bei der Entwicklung von Behandlungsstrategien ist die Knochenmarkstransplantation größtenteils durch eine Wachstumsfaktortherapie ersetzt worden, obwohl die Wirksamkeit der Wachstumsfaktoren noch nicht vollständig erfaßt worden ist. Die Konferenz wird sich daher auf molekulare Ansätze bei der frühzeitigen Diagnose und die neuen therapeutischen Modalitäten wie z.B. Wachstumsfaktortherapie konzentrieren sowie auf neue Entwicklungen im Bereich der Stammzellenbiologie, Ex-vivo-Expansion und Transplantation. Darüber hinaus werden neue Ansätze bei der Diagnose und der Behandlung von Haut- und gastrointestinalen Verletzungen, die langfristige Beobachtung von Bestrahlungspatienten und die Folgen der chronischen Bestrahlungsexposition behandelt.
Weitere Informationen erteilt:
Europäische Kommission
GD XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Dr. A. Karaoglou
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