Workshops zur Mobilisierung der sozioökonomischen Forschung
In der Europäischen Union vollziehen sich derzeit radikale Veränderungen, die von der Einführung einer gemeinsamen Währung bis hin zum Erweiterungsprozeß und von neuen Familienstrukturen bis hin zu neuen Arbeitsformen reichen. Die Forschung kann zum Verständnis dieser Veränderungen beitragen, indem sie Chancen und Risiken ermittelt und die Durchführbarkeit, Annehmbarkeit und Auswirkung verschiedener politischer Optionen bewertet.
Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission eine Reihe von zwölf "Dialog-Workshops" auf den Weg gebracht, um die sozioökonomische Forschung zugunsten der Bürger, politischen Entscheidungsträger, Nicht-Regierungsorganisationen und Unternehmen zu mobilisieren.
Mit den Workshops soll die Reichweite von Forschungsprodukten ausgedehnt und die Kommunikation zwischen Forschern und Forschungsnutzern in beide Richtungen angeregt werden. In einer Stellungnahme der Europäischen Kommission heißt es: "Forschung sollte nicht nur darauf abzielen, den Menschen außerhalb des Forschungssystems ihre Ergebnisse mitzuteilen, sondern sie sollte auch auf die Erfahrung und die Bedenken der verschiedenen sozialen Akteure oder Beteiligten hören und daraus lernen."
Alle Workshops finden in Brüssel statt. Es nehmen jeweils zwischen 40 und 50 Teilnehmer aus verschiedenen Fachrichtungen und mit verschiedenem Hintergrundwissen teil. Neben den geladenen Referenten und Teilnehmern kann eine zusätzliche begrenzte Anzahl von Personen an der Veranstaltung teilnehmen.
Der erste Workshop "Technologie, wirtschaftliche Integration und sozialer Zusammenhalt" fand am 22. und 23. Mai in Brüssel statt. Die weiteren für 2000 geplanten Workshops behandeln folgende Themen:
- Arbeit und Sozialschutz: 9. bis 10. November;
- regionale Dimensionen der FTE-Strategien: 24. November;
- Beschäftigungsförderung: 6. bis 7. Dezember.
Die für 2001 geplanten Workshops behandeln folgende Themen:
- Welthandel und Globalisierungsgesellschaft: Herausforderungen für die Verwaltung, wirtschaftliche Entwicklung und Nachhaltigkeit;
- Sozialschutz und Familie;
- Ausbildung und sozialer Zusammenhalt;
- europäische Staatsbürgerschaft: über die Grenzen hinweg, quer durch die Identitäten?
- regionale europäische Innovationsforschung und der Prozeß der EU-Erweiterung;
- neue Entwicklungsmodelle;
- organisatorischer Wandel, Arbeit und der Einsatz von ICT;
- Bewertung der Auswirkungen der Europäischen Währungsunion auf den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt.Weitere Informationen erteilt:
Angela Liberatore
Leitaktion "Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage"
GD Forschung
Fax: +32-2-2994462
E-mail : Angela.Liberatore@ec.europa.eu