Abgas- und lärmfreie Städte - ein autofreier Tag
In Übereinstimmung mit ihrem langfristigen Ziel, in städtischen Bereichen die Luftqualität zu verbessern und die Lärmbelastung zu verringern, leistet die Europäische Kommission finanzielle Unterstützung für diejenigen städtischen Behörden, die sich an der Initiative "In town, without my car" (In der Stadt - aber ohne mein Auto) am 22. September beteiligen.
Straßenfahrzeuge sind verantwortlich für mehr als die Hälfte der gesamten Kohlenmonoxid- und Stickstoffoxidbelastung in den Städten. Darüber hinaus werden bei einem Anhalten des derzeitigen Trends in Zukunft sehr wahrscheinlich noch mehr Probleme mit der Luftqualität entstehen. Der Energieverbrauch durch den Verkehrssektor steigt um etwa vier Prozent pro Jahr und wird sich demzufolge im Laufe der kommenden 20 Jahre verdoppeln.
Die Veranstaltung soll die Bevölkerung dazu anregen, unnötige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden und alternative Arten der Fortbewegung zu nutzen - zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit elektrischen und mit Gas angetriebenen Fahrzeugen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Organisatoren vertreten die Ansicht, dass Städter durch eine Begrenzung des Verkehrsaufkommens die Vorzüge dieser alternativen Verkehrsmittel ohne Einschränkung ihrer Mobilität wiederentdecken können. Gleichzeitig haben die städtischen Behörden die Gelegenheit, Projekte zur Reduzierung von Verkehrsstaus, wie beispielsweise neue Strecken für öffentliche Verkehrsmittel und bewachte Fahrradparkplätze, zu testen.
Die Veranstaltung wurde durch eine Reihe lokaler Initiativen in vielen europäischen Städten während der 90er Jahre angeregt. Ein weitreichenderes Projekt wurde zudem im vergangenen Jahr in 66 französischen und 92 italienischen Städten sowie im Kanton Genf in der Schweiz durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Testläufe waren beeindruckend - 85 Prozent der Befragten in französischen und italienischen Städten waren der Meinung, dass das Projekt eine gute Idee gewesen ist und wiederholt werden sollte. Nur sehr wenige Menschen bemängelten, dass es für sie zu Unannehmlichkeiten führte; auf die Geschäfte hatte diese Maßnahme insgesamt keine negativen Auswirkungen. Tatsächlich wurde von einer gleich hohen Kundenanzahl oder sogar von mehr Kunden ausgegangen, als an einem normalen Wochentag.
Inzwischen stieg die Zahl derjenigen, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen, um durchschnittlich zehn Prozent an und auch die Zahl der Fahrradfahrer hat sich in einigen Städten um bis zu 900 Prozent erhöht. Der Umstieg auf sauberere und leisere Verkehrsmittel hat auch der Umwelt deutliche Vorteile gebracht, denn die Lärmbelastung sank um durchschnittlich 50 Prozent und die Luftverschmutzung verringerte sich um 20 bis 50 Prozent.Weitere Auskünfte erteilt:
Jacqueline Denis-Lempereur
Französisches Ministerium für Raumordnung und Umwelt
20, avenue de Ségur
75302 Paris Cedex 07 SP
Frankreich
Tel +33 1 42 19 18 09
E-mail: jacqueline.denis-lempereur@environnement.gouv.fr
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