ESA informiert über den Technologietransfer aus dem Weltraum
"Die europäische Weltraumindustrie hat einen beeindruckenden Bestand an Technologie und Know-how aufgebaut", schreibt die ESA. Daraus seien zahlreiche innovative Lösungen für andere als Weltraum-Produkte und Weltraum-Dienstleistungen entstanden, die das tägliche Leben vereinfachen, wie etwa die fortgeschrittenen Carbon-Verbundwerkstoffe der Ariane, die im Automobilbau Verwendung finden, oder Techniken zur Strahlungsüberwachung, die nun in der Krebsforschung genutzt werden.
Wie die ESA berichtet, sind aus ihrem Technologietransfer-Programm über 100 erfolgreiche Transfers entstanden. Seit 1991, so die ESA weiter, generierte der Technologietransfer einen Umsatz von über 15 Millionen Euro für Weltraum- und 100 Millionen Euro für andere beteiligte Branchen. Außerdem seien zwölf neue Unternehmen gegründet worden, die rund 2500 Arbeitsplätze bieten; 2003 sollen es insgesamt 25 Unternehmen sein.
MST Aerospace, das führende Unternehmen im Technologie-Broker-Netz der ESA, wird diese Woche in Hannover über eintausend neue Raumfahrttechnologien vorstellen, darunter u.a.:
- ein Karbonfaser-Weltraumhaus, das effiziente, umweltfreundliche Strom- und Wasserinstallationen mit einer erdbebensicheren Struktur vereinigt;
- GTS (Global Transmission Services), die von der internationalen Raumstation ausgehen und für Anwendungen wie etwa die weltweite Synchronisierung von Armbanduhren oder die Immobilisierung von gestohlenen Lkws eingesetzt werden;
- ein "Fitness-Monitor" auf Grundlage neuartiger optoelektronischer Technologien, der über die Analyse von Gesundheitsindikatoren wie Blutdruck und Puls die Kondition misst, wobei eine Berührung mit der Fingerspitze genügt.
ESA und MST werden ferner einen B2B-Technologiemarkt einweihen, der Hightech-Lösungen für die Wirtschaft anbietet.
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