Kommission und EIB geben Innovationsbudget Auftrieb
Bei der Unterzeichnung des gemeinsamen Vertrages unterstrich Busquin, dass dies eine neue Verständigung zwischen der Kommission und der EIB darstelle. "Bei der Finanzierung von Forschung und Innovation haben die Kommission und die EIB immer eine Reihe gemeinsamer Ziele wie beispielsweise Förderung von Innovation und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft verfolgt. Jetzt werden wir auch unsere Finanzierungsmöglichkeiten zur Optimierung der Wirkung der investierten Mittel zusammenlegen", so Busquin.
Das neue Finanzierungsabkommen bedeutet nicht, dass eine Finanzierung nicht aus beiden Quellen erhältlich ist. Es bedeutet jedoch, dass eine bessere Zusammenarbeit vor der Zuteilung der Finanzierung stattfindet. Die Bereiche, die voraussichtlich davon profitieren werden, sind die Schlüsselbereiche für die europäische Wettbewerbsfähigkeit, wie beispielsweise Biotechnologie und Nanotechnologie. Fotis Kafatos, Generaldirektor des Europäischen Molekularbiologischen Labors, sagte bei der Unterzeichnung, dass er die durch diese Vertragsunterzeichnung bewirkte verbesserte Lage aufzeigen werde. Busquin führte an, dass man mit diesen neuen Vereinbarungen "besser auf die Bedürfnisse der Forschungsorganisationen und Wirtschaft reagieren kann".
Eine engere Zusammenarbeit wird zwischen den Rahmenprogrammen der Kommission (das derzeitige Fünfte Rahmenprogramm läuft bis 2002 und verfügt über ein Budget in Höhe von knapp 15 Milliarden Euro) und der Initiative Innovation 2000 (i2i) der EIB, die bei der Schaffung einer wissensbasierten Gesellschaft Unterstützung leisten soll, gefördert. Die Initiative der EIB verfügt über ein Budget von 12 bis 15 Milliarden Euro (über drei Jahre) mit einem Zusatzbudget von 1 Milliarde Euro für die Entwicklung von Risikokapitalfinanzierungen. Sie verfolgt fünf Hauptziele: Entwicklung von KMU und Unternehmergeist, Verbreitung von Innovation, Forschung und Entwicklung, IT und Kommunikationsnetze und Entwicklung des Humankapitals.
Zur Bewertung dieser neuen Vereinbarungen wird eine Lenkungsgruppe eingerichtet, die die Aktivitäten von drei Arbeitsgruppen kontrolliert. Diese Arbeitsgruppen werden die Forschungsprojekte, Forschungsinfrastrukturen und das Risikokapital für Inkubationszentren und Unternehmen überwachen.
"Diese neue Zusammenarbeit zwischen der Kommission und der EIB wird unsere positive Wirkung auf die Forschungs- und Innovationsgemeinschaft in Europa und in der europäischen Gesellschaft bedeutend erhöhen", so Busquin.
Weitere Informationen über das Rahmenprogramm für Forschung sind abrufbar unter:
http://cordis.europa.eu/rtd2002(öffnet in neuem Fenster)
Weitere Informationen zur EIB sind erhältlich unter:
http://www.eib.org(öffnet in neuem Fenster)