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Academia Europea hinterfragt die Durchführbarkeit der Mitteilung zur Rolle der Universitäten

Die Academia Europea hat die Durchführbarkeit der "lobenswerten und ehrgeizigen" Ziele in der kürzlich veröffentlichen Mitteilung der Kommission zur Rolle der Universitäten in einem "Europa des Wissens" in Frage gestellt.

Laut einer am 30. Mai veröffentlichten Stellungnahme ...

2 Juni 2003 - 2 Juni 2003
 
Die Academia Europea hat die Durchführbarkeit der "lobenswerten und ehrgeizigen" Ziele in der kürzlich veröffentlichen Mitteilung der Kommission zur Rolle der Universitäten in einem "Europa des Wissens" in Frage gestellt.

Laut einer am 30. Mai veröffentlichten Stellungnahme ist es in Anbetracht der vielen verschiedenen und überlastenden Aufgaben, denen sich moderne Universitäten heute gegenüber sehen, unwahrscheinlich, dass diese Ziele erreicht werden. In der Stellungnahme wird auch nicht den Schlussfolgerungen der Mitteilung zugestimmt. Sie würden bei der Bevölkerung zu der falschen Annahme führen, dass "die europäischen Universitäten sich hinsichtlich einer neuen Rolle und eines neuen Platzes in der Gesellschaft nicht angepasst und entwickelt haben".

Was die unterschiedlichen Prioritäten, die der Grundlagen- und der angewandten Forschung beigemessen werden, betrifft, heißt es in der Stellungnahme, wenn das Ziel der Kommission, eine "Wissensgesellschaft" zu erreichen, ernst genommen werden solle, müsse sehr viel mehr darauf geachtet werden, ein wirkliches und nachhaltiges Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Zielen und Funktionen von Universitäten zu schaffen.

"Wir sehen eine dringende Notwendigkeit sicherzustellen, dass es ein deutliches und akzeptables Gleichgewicht [.] zwischen dem Bedarf an Grundlagenforschung und sichtbaren Diensten für Wirtschaft und Gesellschaft gibt."

In der Stellungnahme werden auch Bedenken darüber geäußert, dass in wichtigen politischen Dokumenten auf allen Ebenen, Forschung, die keinen unmittelbaren Nutzen bringt, nicht erwähnt wird. Die politisch Verantwortlichen werden daran erinnert, dass "Studierende nicht einfach ausgebildet werden können, um auf ihren begrenzten Bereich spezialisiert und darin 'vermittelbar' zu sein."

Angesichts dieser Bedenken ruft die Stellungnahme die politischen Entscheidungsträger dringend auf, sicherzustellen, dass die Fähigkeit, "Wissensschaffung" im weitesten Sinne durchzuführen und zu ermöglichen, politisch nicht als die Domäne nur weniger Disziplinen betrachtet wird. "Es muss ein stärkerer Schwerpunkt auf das Verständnis verschiedener Disziplinen gelegt werden sowie darauf, dass die Studierenden mit sozialer Verantwortung und den ethischen Fragen, die in ihrem Leben nach der Ausbildung wahrscheinlich eine Rolle spielen werden, konfrontiert werden", heißt es weiter.

Um diesen Prozess zu erleichtern, wird die Europäische Kommission in der Stellungnahme dazu aufgefordert, einen systematischen Prozess strategischer Beratungen mit Interessengruppen und Akademikern zu beginnen. Solche Beratungen würden helfen, "gemeinsame Prioritäten und Unterstützungspakete europäischer Länder zu entwickeln, die sowohl auf die Mobilität als auch die Kooperation innerhalb Europas anwendbar sind und zur Errichtung eines erstklassigen Universitätssystems beitragen".

Weitere Empfehlungen der Academia Europea umfassen die verstärkte Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden, der Europäischen Kommission, akademischen Gremien und Universitäten, um Spitzenforschung zu schützen und ihr zu dienen sowie auf soziale und wirtschaftliche Anforderungen zu reagieren. Die Stellungsnahme ruft auch zur Stärkung der institutionellen Verwaltung und zu einem konsistenteren System der Qualitätsbeurteilung auf, um die strategische Kapazität von Universitäten zu sichern.
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