Konferenz zum Thema berufliche Mobilität in Europa, Brüssel, Belgien
Obwohl die positiven Auswirkungen der beruflichen Mobilität allgemein anerkannt sind und es auch Bemühungen zu ihrer Förderung gibt, wurde die Mobilität der europäischen Arbeitskräfte immer wieder als relativ gering bewertet. Eine neue Studie zur beruflichen Mobilität aller Art - und nicht nur über die Migration von Arbeitskräften - kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: fasst die Hälfte aller Angestellten in Europa sind aus beruflichen Gründen mobil oder waren dies während ihres Berufslebens. Arbeiter sind zwar sesshaft und dennoch sehr mobil, weil sie unterschiedliche Strategien anwenden, um den Mobilitätsanforderungen zu genügen. Europäer ziehen selten um, aber sie fahren täglich oder auch wöchentlich über weite Strecken, unterhalten aus beruflichen Gründen Beziehungen aus der Distanz, erfüllen Auslandsaufträge oder unternehmen häufig Geschäftsreisen innerhalb und außerhalb Europas.
Die Studie wurde von JOBMOB AND FAMLIVES durchgeführt, einem Projekt, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) der Europäischen Kommission finanziert wird.
Auf der Tagung werden Papiere vorgestellt, die auf repräsentativen Datensammlungen aus sechs europäischen Ländern basieren. Sie analysieren gängige Mobilitätsströme und die entsprechenden Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft, demografische Entwicklung, Geschlechtergleichstellung und die Lebensqualität in Europa. Die Ergebnisse der Studie bestimmen neue Herausforderungen für die Wirtschaft und empfehlen eine Änderung der politischen Strategien zur beruflichen Mobilität.Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.jobmob-and-famlives.eu/conference.html(öffnet in neuem Fenster)