Konferenz "Paying attention: digital media cultures and generational responsibility", Linköping, Schweden
Über eine unaufhörlich wachsende Maschinerie aus Umfragen, Data-Mining und gezielter Internetsuche wird das Interesse des Einzelnen bewertet, vermarktet und gehandelt. Diese spezielle Sparte der Medienindustrie (engl.: Attention economy) wird durch Technologien wie Webcrawler, Suchalgorithmen und Suchagenten und dank verschiedenster Arten von Metadatendiensten ermöglicht. Die Vorherrschaft dieser Art der Erfassung und Berechnung des Interesses bringt viele nationale, regionale und globale Phänomene hervor. Es ist unverkennbar, dass die traditionellen Werte des öffentlichen Raums durch diese Methoden eine neue Form erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz wird die Beantwortung der Frage sein, wie das Beschäftigen mit Videospielen, der Austausch von Daten, das Experimentieren mit Medien und die vielfältige Nutzung von Mobiltelefonen kulturelle Möglichkeiten schafft. Zwar gibt es gemeinsame Bemühungen zur Kommerzialisierung und Ausnutzung dieser Räume zugunsten der weltweiten Medienindustrie, aber dank der neuen Richtung, die die soziale Kommunikation mithilfe der Web 2.0-Technologien eingeschlagen hat, stehen noch alle Möglichkeiten offen.
Mit der Veranstaltung soll der wissenschaftliche Dialog gefördert werden, wobei Forscher aus den Bereichen Kulturwissenschaften und Neuen Medien, aus Bildung, Kommunikation und Wirtschaft, Forscher, die sich mit Internetstudien, mit Untersuchungen zu Benutzerschnittstellen, mit Kunst und Gestaltung befassen, angesprochen sind. Ein weiteres Ziel der Konferenz besteht darin, die Ideen und Erkenntnisse von Kunstschaffenden zusammenzutragen, die den kritischen und alternativen Einsatz neuer Medienformen und -technologien untersuchen.Weitere Informationen zur Registrierung finden Sie unter:
http://www2.esf.org/asp/esfrcaf.asp?confcode=316&meetno=1(öffnet in neuem Fenster)