Dritte internationale Konferenz zum Thema "Business Process and Services Computing", Leipzig, Deutschland
Geschäftsprozessmanagement (Business process management, BPM) basiert auf der Voraussetzung, dass sich Anwendungen und Geschäftsprozesse unabhängig voneinander sowohl aus dem Prozess- als auch dem Datenmanagement entwickeln lassen. Während Datenbanktechnologien eher die Datenunabhängigkeit untermauern, sind die Technologien der Webdienste und der serviceorientierten Architektur (SOA) ganz vorn dabei, Prozessunabhängigkeit zu ermöglichen. Eine neue Kategorie von Systemsoftware, Geschäftsprozessmanagement-Systeme (BPMS), könnte letztlich ein prozessseitiges Gegenstück zur Datenbanktechnologie liefern.
Das Zusammentreffen der serviceorientierten Architektur und des Geschäftsprozessmanagements resultiert gewissermaßen in einem neuen prozesszentrierten Paradigma, das vielversprechend für das Unternehmens- und Business-to-Business-Computing ist.
Eine der wichtigsten Herausforderungen des BPM ist der Umgang mit der ständigen Notwendigkeit, implementierte Prozesse an die sich ändernden unternehmerischen Anforderungen anzupassen. Da der Grad der Automatisierung des BPM derzeit eher begrenzt ist, ist bei der BPM-Automatisierung durch den Einsatz von semantischen Webdiensten und Technologien durchaus Potenzial vorhanden.
Die Veranstaltung will Forschungs- und Industrielösungen für eine moderne Geschäftsprozessautomatisierung aufzeigen, die (aller Voraussicht nach) auf Services-Computing basieren. Das Prozessmanagement soll außerdem als ein neues Paradigma mit Semantik- und Metamodellen betrachtet werden, die sich grundlegend von Anwendungen unterscheiden, die lediglich Geschäftsprozesse umsetzen.Weitere Informationen unter:
http://www.bpsc-conf.org/(öffnet in neuem Fenster)