11. Gemeinsame EMBL/EMBO-Konferenz zu Wissenschaft und Gesellschaft, Heidelberg, Deutschland
Die englischsprachige Konferenz widmet sich unter dem Titel "Difference Between the Sexes - From Biology to Behaviour" der Frage nach grundlegenden geschlechterspezifischen Unterschieden bei bestimmten Verhaltensweisen, Krankheiten und Anfälligkeiten. An den Diskussionen beteiligen sich Wissenschaftler aus vielen Fachbereichen, Philosophen, politische Entscheidungsträger und Vertreter der Öffentlichkeit.
Die zweitägige Veranstaltung ist in vier Teile gegliedert: Der erste Tag ist Vorträgen und Diskussionen zur Evolution geschlechtlicher Fortpflanzung und geschlechterspezifischer Merkmale gewidmet. Dabei stellen führende Wissenschaftler ihr spezielles Fachgebiet und eigene Forschungsarbeiten einem gemischten Forscher- und Laienpublikum vor. Jeder Gesprächsrunde folgt eine Podiumsdiskussion.
Der zweite Tag befasst sich mit der komparativen Erforschung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Gehirn und dem Verhalten verschiedener Arten. Aus neuer Sicht wird auch die Wechselwirkung zwischen angeborenen und erworbenen Eigenschaften im menschlichen Geschlechterverhalten erörtert, um offene Fragen zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau anhand neuer biowissenschaftlicher Erkenntnisse zu klären.
Obwohl die moderne Wissenschaft bereits viele Geheimnisse des Geschlechtsdimorphismus, der geschlechtlichen Fortpflanzung und der sexuellen Selektion gelüftet hat, ist der Unterschied zwischen Mann und Frau noch immer ein faszinierendes Forschungsgebiet. Wie vorherige Konferenzen des EMBL/EMBO zu Wissenschaft und Gesellschaft soll auch diese Konferenz den konstruktiven Dialog zwischen Sachverständigen verschiedener Fachbereiche und Vertretern der Öffentlichkeit fördern.Weitere Informationen unter:
http://www.embl.org/sciencesociety/conference2010(öffnet in neuem Fenster)