Workshop über Verhaltensaspekte situationsbezogener Anwendungen und Wissens-Mashup, Innsbruck, Österreich
Der Workshop betrachtet die gegenseitige Beeinflussung von situationsbezogenen Anwendungen (SAS) und sozialen Prozessen, in denen Wissensarbeiter solche Anwendungen entwickeln und nutzen. Diese Art von Software unterstreicht die Idee, dass Software für eine bestimmte soziale Situation oder einen bestimmten Kontext ausgelegt und in dieser oder diesem entwickelt wird. Daher handelt es sich üblicherweise um individuell zugeschnittene, lokalisierte Software, die sich organisch weiterentwickelt hat und von der Gemeinschaft geschaffen wurde, die sie verwendet.
Die wachsende Popularität neuer Internettechnologien hat die Nutzung von Daten-Feeds in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Web 2.0-Technologien bieten Tools, mit denen die Anwender einzelne Unterfunktionen aus verschiedenen Anwendungen zu völlig neuen Anwendungen kombinieren können. In der Regel können Mashups als SAS angesehen werden. Aufgrund dieser Eigenschaften sind SAS besonders für Wissensarbeiter interessant, die sich mit mangelhaft definierten Problemen, unerwarteten Ereignissen und Ausnahmen außerhalb gut strukturierter und dokumentierter Geschäftsprozesse befassen müssen.
Während sich die gegenwärtige Forschung auf diesem Gebiet auf den Entwurf wissenschaftlicher Ansätze zur Unterstützung von Wissensarbeitern mit Wissensmanagement-Tools, -infrastrukturen und -systemen konzentrierte, weiß man noch wenig über die (sozialen) Prozesse, mögliche Konflikte und die Governance der Entwicklung und Nutzung von SAS. Der Workshop wird sich mit empirischer Forschung wie etwa Fallstudien sowie mit traditionellen und innovativen Methoden und Theorien befassen.Weitere Informationen unter: http://www.wm-konferenz2011.org/index.html(öffnet in neuem Fenster)