Konferenz "Charge transfer in biosystems", Obergurgl, Österreich
Mit der Konferenz sollen Wissenschaftler zusammengeführt werden, die sich theoretisch und experimentell mit Ladungsübertragungen in Biomolekülen und komplexen Systemen mit einer biologischen Komponente befassen. Außerdem sollen junge Wissenschaftler auf dem Gebiet zu einer multidisziplinären Laufbahn zur Verknüpfung von Physik, Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften ermutigt werden.
Aufgrund seiner Auswirkungen auf chemische Reaktionen in lebenden Organismen und weil Wissenschaftler glauben, dieser Forschungsbereich könnte in der Nanotechnologie ausgenutzt werden, ist der Ladungstransfer in biologischen Molekülen von entscheidender Bedeutung.
Messung und theoretische Beschreibung von Ladungstransfer in Biosystemen wurden traditionell von Chemikern mit den typischen Instrumenten und Werkzeugen entwickelt und durchgeführt. Mit Aufkommen der Nanotechnologie und der Erforschung von Nukleinsäuren und Proteinen kamen in den letzten paar Jahrzehnten jedoch auch Forscher aus anderen Disziplinen mit ins Spiel, insbesondere aus Physik und Ingenieurwissenschaften.
Infolgedessen wurden neue Untersuchungsmethoden entwickelt und angewendet. Bei der Europäischen Wissenschaftsstiftung ist man der Ansicht, dass sich der Bereich jetzt so weit entwickelt hat, dass diese verschiedenen Ansätze zusammengeführt werden können, um ein tieferes Verständnis der Ladungsübertragung in Biosystemen zu fördern. Damit würden einerseits Diagnose und Therapie verbessert werden, gleichzeitig würde es zur Entwicklung der nächsten Generation von elektronischen Nanogeräten beitragen.
Diese Konferenz ist eine der wenigen Veranstaltungen, mit denen Forscher aus den verschiedenen mit dem Phänomen der Ladungsübertragung befassten Bereichen zusammengeführt werden sollen. Angesichts der neuesten Entwicklungen theoretischer Methoden und Experimente kommt sie zur rechten Zeit.
Organisiert wird die Konferenz von der Europäischen Wissenschaftsstiftung (European Science Foundation, ESF) in Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFUI).Weitere Informationen: http://www.esf.org/conferences/11354(öffnet in neuem Fenster)