Zentrum für Staatsbürgerschaft, Gesellschaft und Rechtsstaatlichkeit - Konferenz und Sommerschule für Doktoranden in Aberdeen, Vereinigtes Königreich
Das Thema Gleichheit ist in den letzten Jahren in den Schlagzeilen seltener geworden. Dennoch besteht ein Interesse daran, welche Vorstellung von Gleichheit es gibt und ob Gleichheit in der Praxis überhaupt existiert. Vorstellungen und Praktiken der Gleichheit gibt es ohne Zweifel schon sehr lange, bei den Jägern und Sammlern wie in der jüdisch-christlichen Tradition.
Staatsbürgerschaft, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit beinhalten alle eine Vorstellung von Gleichheit, doch es ist völlig unklar, welche Vorstellungen von Gleichheit, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, und wie sie in der Praxis aussehen. Zunächst gibt es mehrere Grundgedanken von Gleichheit. Staatsbürgerschaft und Rechtsstaatlichkeit zum Beispiel haben den Gedanken gemeinsam, als Individuum gleich zu sein, trotz anderer Unterschiede. Man wählt als Bürger und nicht als Frau, unbefangener Mensch oder Aristokrat, und werden als Rechtssubjekt genau wie andere Rechtssubjekte verurteilt.
Fokus der Veranstaltung liegt auf den Vorstellungen von Gleichheit, die mit Staatsbürgerschaft, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit assoziiert werden. Darüber hinaus wird diskutiert, inwiefern sich Gleichheit der Bürger und die Gleichheit vor dem Gesetz aufeinander beziehen, in welchem Zusammenhang sie mit anderen Arten von Gleichheit und Ungleichheit stehen, und inwiefern sich die Gleichheit auf die Zivilgesellschaft auswirkt.Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.abdn.ac.uk/cisrul/events/129/(öffnet in neuem Fenster)