Konferenz über theoretische Pragmatik in Berlin, Deutschland
In den letzten zehn Jahren wurde eine Reihe neuer Forschungen im Bereich Pragmatik durchgeführt und mehrere neue theoretische Rahmenwerke sind aufgetaucht: verschiedene Varianten spieltheoretischer und optimalitätstheoretischer Ansätze, nicht-Gricesche Herangehensweisen an Implikaturen sowie multidimensionale Betrachtungsweisen von Bedeutung. Auch die Forschungen in anderen Rahmenwerken wie Neo-Gricesche Pragmatik, Sprechakttheorie, Vagheit- und Vorraussetzungstheorie kamen schnell voran.
Pragmatik ist ein Teilfeld der Linguistik und untersucht den Beitrag des Kontexts zur Bedeutung. Sie studiert, wie die Übertragung von Bedeutung nicht nur vom linguistischen Wissen (z. B. Grammatik, Lexikon usw.), vom Sprecher und vom Empfänger abhängt, sondern auch vom Kontext der Unterhaltung.
In vielen Bereichen brachte ein Zustrom von Forschern mit einer Ausbildung in formaler Semantik formale Präzision in die Pragmatiktheorien. Dies führte zu neuen empirischen Vorhersagen, verschob und verwischte manchmal jedoch die Grenzen zwischen Semantik und Pragmatik.
Die Konferenz untersucht diese unterschiedlichen Ansätze und vergleicht ihre Ergebnisse und Methodologien. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Interaktion zwischen experimentellen und theoretischen Ansätzen. Dazu sind Präsentationen theoretischer Modelle, die auf experimentellen Studien basieren oder durch Experimente testbare Vorhersagen ermöglichen, geplant.Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.zas.gwz-berlin.de/workshop_tprag.html(öffnet in neuem Fenster)