"Applications of membrane computing, concurrency and agent-based modelling in population biology", Jena, Deutschland
Die Modellierung spielt in den Biowissenschaften eine wesentliche Rolle, weil jeder Versuch, einen biologischen oder ökologischen Prozess zu verstehen, ein Modell erfordert. Für die Steuerung eines biologischen oder ökologischen Systems muss man in der Lage sein, die wahrscheinliche Reaktion des Systems auf verschiedene mögliche Ereignisse vorherzusagen. Prognosen können aber nur mithilfe eines geeigneten Modells erstellt werden, dessen Parameter in Übereinstimmung mit Daten aus Beobachtungen, Forschungen und Experimenten zu dem entsprechenden biologischen oder ökologischen Prozess stehen.
Die aktuelle Entwicklung bei der Erforschung der Populationsdynamik versucht, jedes einzelne Individuum während des gesamten Lebenszyklus zu verfolgen. Dieser Individuum-basierte Ansatz ist bezüglich der Kosten für die Rechenleistung oft zu aufwändig, ermöglicht den Biowissenschaftlern aber Forschungen zu der Frage, wie sich die Dynamik einer Population oder eines Ökosystems aufbauend auf der Art und Weise, wie die Individuen miteinander und mit der Umwelt interagieren, entwickelt.
Im Rahmen des Workshops soll untersucht werden, ob formale Modellierungs- und Analysetechniken zum Vorteil für Systeme angewandt werden können, die für Populationsbiologie und Ökologie von Interesse sind. Die Präsentationen betrachten die neuesten Ergebnisse und Erfahrungen zur Modellierung und Analyse von Systemen in diesen Disziplinen.Weitere Informationen unter: http://www.di.unipi.it/msvbio/AMCA-POP-2010/doku.php(öffnet in neuem Fenster)