"Fortschritte in der Infrarot- und Raman-Mikroskopie (AIRS)", Lochów, Polen
Mit der Raman-Spektroskopie untersucht man Schwingungs- und Rotationsprozesse sowie andere niederfrequente Modi innerhalb eines Systems. Es beruht auf der inelastischen Streuung (oder Raman-Streuung) von monochromatischem Licht, das üblicherweise von einem Laser im sichtbaren, nahen infraroten oder nahen ultravioletten Bereich abgegeben wird. Das Laserlicht interagiert mit Molekülschwingungen, Phononen oder anderen Anregungen in dem System, wodurch die Energie der Laserphotonen nach oben oder unten verschoben wird. Die Verschiebung der Energie gibt Auskunft über die Schwingungsmodi im System.
Die Raman-Spektroskopie wird üblicherweise in der Chemie eingesetzt, da Schwingungsinformationen für die chemischen Bindungen und die Symmetrie der Moleküle von Bedeutung sind und eine Art Fingerabdruck ergeben, anhand dessen ein Molekül identifiziert werden kann. Mit Hilfe dieser Technik kann man gleichermaßen das Vorhandensein niederfrequenter Phononen in Proteinen und in DNA bestätigen. Und sie dient in der Praxis als ein Mittel zum Nachweis von Explosivstoffen im Punkt Flughafensicherheit.
Die Veranstaltung wird auf verschiedene spektroskopische Verfahren spezialisierte Wissenschaftler vereinen und ihnen die Möglichkeit geben, ihr Wissen zu erweitern und Meinungen zu aktuellen Forschungstrends auszutauschen.Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://airs2012.pl/(öffnet in neuem Fenster)