Diagnostik für experimentelle Fusionsreaktoren
Der Workshop konzentriert sich auf Arbeiten, die innerhalb des International Tokamak Experimental Reactor (ITER), einem gemeinsamen Projekt der EG, USA und Japans, ausgeführt werden. ITER muß eine Vielzahl verschiedener Plasmaparameter messen, um hohe Fusionskraftwerte zu erzielen und beizubehalten. Aufgrund mehrerer Faktoren ist die Anwendung von Diagnostik bei ITER sehr viel schwieriger als bei derzeitigen Experimenten. Ferner ist damit zu rechnen, daß Diagnostik als Element der Steuersysteme bei ITER sehr viel verbreitetere Anwendung finden wird als bei derzeitigen Fusionseinrichtungen, und aus diesem Grunde sind erhöhte Zuverlässigkeit sowie langfristige Stabilität erforderlich. Physikern in der Welt der Fusionswissenschaft stellt sich daher eine gewaltige und reizvolle Aufgabe.
Die vorläufige Auslegung und Spezifikation von Diagnostik für ITER wurde vermittels der ITER Engineering Design Activity in die Wege geleitet und anläßlich eines früheren, 1995 in Varenna abgehaltenen Workshops überprüft. Der bevorstehende Workshop dient zur Überprüfung der Fortschritte, die bisher hinsichtlich Diagnostikstudien für ITER einschließlich Diagnosetechnik gemacht wurden. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zu offenen und konstruktiven Gesprächen der in diesem anspruchsvollen Bereich tätigen Diagnostiker untereinander sowie mit Personen, die an der Entwicklung der erforderlichen Meßtechniken interessiert sind.
Es sollen u.a. folgende Themen behandelt werden:
- Kerndiagnostik;
- Rand- und Divertordiagnostik;
- Plasmaform und -lage;
- Diagnostik für Plasmasteuerung;
- Strahlungsauswirkungen auf Diagnostikelemente.
Weitere Informationen/Antragsformulate erhalten Sie von:
Secretariat Villa Monastero
Mrs. D. Pifferetti
1 Piazza Venini
I-22050 Varenna
Tel. +39-341-831261; Fax +39-341-831281
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