Forschung über den Schutz von Kulturerbe - Chancen für europäische Unternehmen
Europas reichhaltiges Kulturerbe ist ständig Risiken ausgesetzt, die von Umwelteinwirkungen über natürlichen Verfall bis zu unangebrachten Versuchen des Schutzes und der Restauration reichen. Seit 1986 hat die Europäische Union das größte internationale Forschungsprogramm über die Auswirkungen der Umwelt auf das Kulturerbe unterstützt. Das Hauptziel dieser europäischen Konferenz besteht darin, die Beteiligung der europäischen Industrieunternehmen an der Forschung auf diesem Gebiet zu fördern, und insbesondere KMU zur Teilnahme an der Entwicklung und Auswertung von Methoden und Technologien zum Schutz von Kulturobjekten anzuregen.
Die Konferenz zielt ferner darauf ab, vernetzte Forschungsarbeit und Technologietransfer in verwandten Sektoren wie das Bauwesen, Maschinenbau, Fertigung, Geräte/Anlagen und Museumstechnologien zu fördern, und die für Erhaltung des Kulturguts in Mitgliedsstaaten zuständigen einzelstaatlichen und lokalen Verwaltungsbehörden sowie öffentliche und privatwirtschaftliche Organisationen zu 'sensibilisieren'.
Auf der Konferenz sollen folgende Hauptthemen angesprochen werden:
- Schutz von Kulturobjekten in Museen, Galerien, Kirchen und Bibliotheken; Auswertung der Auswirkungen von Touristik sowie der geeignetsten Technologien für Vitrinen, Beleuchtung, Klimatisierung usw.;
- Diagnose- und Schutzmaterial für Kulturobjekte (Bücher, Skulpturen usw.);
- Diagnose und Schutz von Baudenkmälern und historischen Baustoffen, einschließlich der Auswirkungen von biologischem Verfall und Behandlungsmethoden wie Laserreinigung und wasserabstoßenden Stoffen;
- Diagnose und Schutz von Baudenkmälern und historischen Bauwerken, einschließlich Verstärkungs- und Vorbeugungsmaßnahmen für den Schutz von Mauerwerk und Holzstrukturen.
Forschung über den Schutz von Kulturerbe spielt eine wichtige Rolle in der Schlüsselmaßnahme" des bevorstehenden Fünften Rahmenprogramms zur Stadt von morgen". Die Konferenz soll außerdem Einblicke in die sich in diesem Rahmen in der Zukunft bietenden Möglichkeiten bieten.
Weitere Auskünfte erteilt:
Europäische Kommission
GD XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Frau Julia Acevedo
Wissenschaftliche Referentin
GD XII/D-1
rue de la Loi 200
B-1049 Brussels
Fax +32-2-2995755.