Strahlung und Schilddrüsenkrebs
Die viel größere Häufigkeit des Auftretens von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in von radioaktiven Niederschlägen nach dem Störfall von Tschernobyl beeinflußten Gebieten hat die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der Beziehung zwischen einer Strahlenbelastung und dem Risiko der Erkrankung an Schilddrüsenkrebs hervorgehoben.
Hauptziel dieses ersten internationalen Seminars ist die Beschreibung der Beziehung zwischen Strahlenbelastung und der Schilddrüsenzelle, die gemeinsam die Wahrscheinlichkeit einer Schilddrüsen-Krebserkrankung bestimmen. Dabei werden die neuesten Untersuchungsergebnisse über die Auswirkungen des Störfalls von Tschernobyl beschrieben. Sie sollen jedoch aus dem Blickpunkt allgemeinerer, anderer Erfahrungen mit strahlungsinduzierten Schilddrüsenkarzinomen betrachtet werden.
Auf dem Sitzungsprogramm des Seminars stehen nachfolgende Themen:
- Schilddrüsendosimentrie von radioaktivem Jod;
- Die Häufigkeit des Auftretens von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in Belarus, der Ukraine und der Russischen Föderation seit Tschernobyl;
- Pathologische, molekulare und zytogenetische Analyse von strahleninduzierten Schilddrüsentumoren;
- Tumorhemmende Gene und Onkogene bei Schilddrüsenkrebs;
- Behandlung von und Vorbeuge gegen Schilddrüsenkrebs nach Strahlenbelastung;
- Epidemiologische Untersuchungen von Schilddrüsenkrebs nach Strahlenbelastung;
- Reaktorstörfälle, radioaktives Jod und das Schilddrüsenkrebs-Risiko;
- Offenes Forum im Beisein der wissenschaftlichen Medien.
Die Termine für Anträge auf Auszeichnung junger Wissenschaftler und die Unterbreitung von Beitragvorschlägen sind abgelaufen.
Weitere Auskünfte erteilt:
Europäische Kommission
GD XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Dr. A. Karaoglou
Referat XII/F-6 - Strahlenschutz-Forschung
rue de la Loi 200 (MO75 4/14)
B-1049 Brussels
Tel. +32-2-2965415; Fax +32-2-2966256
E-mail: Anna.Karaoglou@ec.europa.eu