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Für eine Zusammenarbeit mit Rußland im Bereich der Satellitennavigation

Anläßlich eines Besuchs am 21. Oktober 1996 bei der Russischen Raumfahrtbehörde in Moskau rief Frau Edith Cresson, die für Forschungsangelegenheiten zuständige EU-Kommissarin, die EU und Rußland auf, die Möglichkeit einer gemeinsamen Entwicklung künftiger Anwendungen im Bereic...
Anläßlich eines Besuchs am 21. Oktober 1996 bei der Russischen Raumfahrtbehörde in Moskau rief Frau Edith Cresson, die für Forschungsangelegenheiten zuständige EU-Kommissarin, die EU und Rußland auf, die Möglichkeit einer gemeinsamen Entwicklung künftiger Anwendungen im Bereich der Satellitennavigation auszuloten.

Die Kommissarin betonte die Notwendigkeit für die EU, ein Teil des Satellitennavigationsmarkts zu sein und sich an der Definition und Realisierung eines künftigen weltweiten Systems zu beteiligen. Allein der Markt für Empfängerstationen dürfte im Jahr 2000 einen Wert von annähernd 6 Mrd. ECU erreichen. Die Einsparungen im europäischen Verkehrsbereich sind ein weiterer wichtiger Grund für die europäische Beteiligung in diesem Bereich, mit der Möglichkeit weltweiter Einsparungen im Verkehrsbereich von etwa 20 Mrd. ECU jährlich durch den Einsatz von Satellitennavigationssystemen in grossem Maßstab.

Frau Cresson rief die EU auf, mit Rußland die Möglichkeit einer gemeinsamen Entwicklung künftiger Anwendungen dieser Technologie zu untersuchen, wobei insbesondere das von Rußland entwickelte System GLONASS die Grundlage bilden sollte. Der Kommissarin zufolge müsse diese Zusammenarbeit jedoch über eine einfache Nutzung der GLONASS-Signale hinausgehen und setze eine Beteiligung sowohl von russischen als auch europäischen Fachleuten an gemeinsamen Projekten voraus.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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