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Aktionsplan für Breitbildfernsehen - Ergebnisse des letzten Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen

Die Europäische Kommission vergibt letztmals Finanzmittel im Rahmen des Aktionsplans der Europäischen Union zur Einführung von Breitbildschirm-Fernsehdiensten und der Produktion von Programmen im Format 16:9. Der letzte Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Akti...
Die Europäische Kommission vergibt letztmals Finanzmittel im Rahmen des Aktionsplans der Europäischen Union zur Einführung von Breitbildschirm-Fernsehdiensten und der Produktion von Programmen im Format 16:9. Der letzte Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Aktionsplans, veröffentlicht im Oktober 1996 (ABl. Nr. S 190 vom 1.10.1996, S. 31), stieß auf weitreichendes Interesse und führte zu einem heftigen Wettbewerb.

Der Aktionsplan besteht aus zwei Teilen; mit einem werden Sendeanstalten bei der Ausstrahlung von Sendungen im neuen Format unterstützt, mit dem anderen wird die Produktion neuer Programme gefördert. Diese letzte Aufforderung führte dazu, daß 18 Sendeanstalten Finanzmittel in Höhe von 7,8 Mio. ECU für die Ausstrahlung von rund 4.000 Breitformatstunden bis Ende 1998 erhalten. Weitere 9,5 Mio. ECU werden im Rahmen der Aufforderung an insgesamt 450 Programmprojekte vergeben, die 2.000 Sendestunden im Breitformat entsprechen.

Darüber hinaus hat die Kommission 1,4 Mio. ECU als Beitrag zu den Mehrkosten bereitgestellt, die dem Unternehmensverband TVRS'98 (Television Radio Services 98) dadurch entstehen, daß Berichte zur Fußballweltmeisterschaft in Frankreich im nächsten Jahr nicht nur im traditionellen 4:3-Format, sondern auch im Breitformat produziert und gesendet werden. Die Fördermittel ermöglichen dem TVRS'98 - einem Konsortium bestehend aus französischen Sendeanstalten, das die Berichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft organisiert - Sendeanstalten in ganz Europa Bilder im Breitformat anzubieten.

Für die Übertragung besteht das wichtigste Ergebnis dieser Aufforderung darin, daß die Entwicklung des Breitbildfernsehens in "Nachzüglermärkten" ausgebaut und gefestigt wird. Zum Ende des Aktionsplans im Dezember 1998 werden insgesamt mehr als 60.000 Sendestunden im Breitbildformat und 23.000 neue oder konvertierte Programmstunden finanziert worden sein. Die großen Herstellerfirmen verfügen inzwischen über ein komplettes Angebot an Breitbildschirmgeräten in verschiedenen Größen und Preislagen. Der Absatz an Breitbildgeräten verdoppelt sich in Europa jährlich, und allein für 1997 wird der Verkauf von 1,3 Mio. Geräten vorhergesagt. Bei der Fernsehprogrammproduktion ist eine allgemeine Verlagerung auf das Breitbildformat zu verzeichnen. Dadurch wird gewährleistet, daß der europäische Programmbestand, auf dem diese Kulturindustrie fußt, seinen Wert unabhängig von den verwendeten Übertragungsnormen behalten wird. Durch den Aktionsplan geförderte Breitformatprogramme und Einzelheiten zu Breitformatversionen vieler anderer Programme werden derzeit in einer Datenbank erfaßt.

"Der Aktionsplan war ein deutlicher Markterfolg", stellte Martin Bangemann, das für Informationstechnologie und Telekommunikation zuständige Kommissionsmitglied fest, und Marcelino Oreja, der für Kultur und audiovisuelle Medien zuständige Kommissar fügte hinzu, daß "die Entwicklung äußerst erfreulich ist. Das Breitbildformat hat sich in den Märkten der meisten EU-Mitgliedstaaten etabliert. Wir sind davon überzeugt, daß die Verbraucher auch ohne öffentliche Unterstützung der Produktion und Ausstrahlung von Breitformatprogrammen sich weiterhin in steigendem Maße dieser Technik zuwenden werden."

Die Kommission wird nach der vollständigen Durchführung des Aktionsplans im Dezember 1998 einen Abschlußbericht vorlegen.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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